Der T-Cross basiert auf dem Polo und ist damit das kleinste SUV-Modell von Volkswagen. Wer ihn sieht, hält ihn allerdings für wesentlich größer.
Der Wagen macht im Stadtverkehr eine stattliche Figur und hat rein gar nichts mehr mit dem zu tun, was man noch vor mit einem Polo verband. Der T-Cross ist ein Auto für alle. Er ist im Stadtverkehr ebenso zu Hause wie auf der Landstraße – und mit einer Höchstgeschwindigkeit von Tempo 193 ist er auch ein Fall für die linke Spur auf der Autobahn. Er eignet sich sogar als Familienauto, was bei frühen Pologenerationen eher nicht so war.

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Autotest juni 2019Kraftvoll sieht er aus. Dass Volkswagen im April mit einem weiteren SUV auf den Markt gegangen ist, zeigt den ungebremsten Erfolg dieser Klasse. Unverkennbar ist die Modellpolitik der Wolfsburger in diesem Auto zu sehen. Vor allem die auffällig gestylte Heckpartie drückt aus, was der T-Cross an Charakterzügen trägt. Dynamik, Robustheit, Komfort, einen Hauch von Luxus sowie Sportlichkeit. Trotz all dieser Eigenschaften ist er aber auch ein Fahrzeug, das für Bodenständigkeit steht – und wohl gerade deshalb eine Schar an Fans gewinnen dürfte. Das Preis-Leistungsverhältnis passt auch, sodass der T-Cross die Konkurrenz mächtig aufwirbeln dürfte.

Es geht los. Schon beim Einstieg zeigt sich, dass der junge VW nahezu alles hat, was von einem modernen Fahrzeug dieser Klasse erwarten. Das Wort „nahezu“ liegt an der Handbremse, die sich rechts vom Fahrersitz befindet und irgendwie nicht so recht in die Zeit passt. Dafür gibt es aber eine Mittelarmlehne und jede Menge weitere Pluspunkte. Der T-Cross hat ein modernes, übersichtliches und aussagekräftiges Armaturenbrett. Die Sitze sind sportlich komfortabel, auf allen Plätzen gibt es mehr als genug Kopf- und Beinfreiheit – und die Rundumsicht ist top. Die Schalter sind ebenfalls gut erreichbar, sodass der erste Eindruck gleich ein Gefühl von Vertrautheit auslöst. An den T-Cross muss man sich nicht erst gewöhnen. Vielmehr entsteht der Eindruck, es mit einem Freund zu tun zu haben.

Autotest juni 2019115 PS hat unser Testwagen der Modellvariante „Style“. Nachdem der Startknopf gedrückt ist, legt der Motor los. Laufruhig ist er und wer einst Polo fuhr, dem wird die Weiterentwicklung der Automobilwelt in diesem Moment ganz besonders bewusst. Die Fahrt beginnt das sieben Gänge zählende Doppelkupplungsgetriebe nimmt seine Arbeit auf. Und es fällt dabei nicht auf, was die ganze Klasse dieses Autos unterstreicht, denn: Die Übersetzung in die Gänge ist so gut wie nicht zu spüren. Das macht die Fahrt zum Genuss und sorgt für eine entspannte Reise von A nach B.

Technisch gibt es nichts zu meckern. Der T-Cross liegt gut auf der Straße und der Motor gibt sich in jeder Lage enorm agil. Wendigkeit beweist der junge VW im Stadtverkehr und ein Blick in den Kofferraum zeigt, dass sich allerhand in diesem Auto verstauen lässt. Es macht Spaß, mit diesem Auto unterwegs zu sein. Er ist schick, modern und mit dem SUV-typischen höheren Einstieg ein Fall für alle Fahrergenerationen. Der T-Cross ist ein Auto, das den Nerv der Zeit trifft und obendrein relativ wenig verbraucht.

Autotest juni 2019Knapp 30 Kilometer dauert die Testfahrt. Es geht durch Minden, dann in Richtung Bückeburg und wieder zurück. Die kleine Reise führte durch den Stadtverkehr, über die Schnellstraße, ein wenig über die Landstraße und auch über eine leichte Buckelpist. In allen Lagen machte der T-Cross eine blendende Figur. Und zwischen Mensch und Maschine herrschte die ganze Zeit eine Bindung. Sowas ist im Straßenverkehr wichtiger als gedacht.

Unser Testfahrzeug ist uns vom Autohaus Glinicke, Minden, zur Verfügung gestellt worden.

Unser Testfahrzeug: Volkswagen T-Cross „Style“

Hubraum: 999 ccm
Leistung: 115 PS
Getriebe: 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Verbrauch: 4,9 Liter (kombiniert)
Zylinder: 3
Max. Drehmoment: 200 Nm bei 2000-3500 U/min
Effizienzklasse: B
Beschleunigung: 10,2 Sekunden (0-100 km/h)
Höchstgeschwindigkeit: 193 km/h
CO2-Ausstoß: 112 g/km
Tankinhalt: 40 Liter
Preis: ab 17 975 Euro (Basisversion)
Preis Testfahrzeug: ab 25 275 Euro (Basisversion)

Von Carsten Korfesmeyer