Einst fuhr der Kreis Minden-Lübbecke mit seinem Doppeldeckerbus zu Messen und Events, heute ist er das rollende Vereinsheim der Fußballer von Union Minden. Der Kauf des markanten Fahrzeugs hat allerdings einen Grund, wie Union-Legende Heinz Albersmeier erzählt.

Die Fußballer von Union Minden tragen ihre Heimspiele im Mindener Weserstadion aus. Dort steht den Kickern zwar eine Umkleide zur Verfügung, allerdings kein richtiger Aufenthaltsraum. Baulich habe die Stadt in dieser Hinsicht im Stadion nichts getan, sagt Heinz Albersmeier gegenüber news – Das Magazin. Weil Fußball ein Mannschaftssport und ein adäquater Ort für Besprechungen nötig ist, musste der Club handeln.

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Dass es der Doppeldecker ist, der ab sofort als rollendes Vereinsheim bei den Heimspielen im Weserstadion vorfährt, verdankt Union Minden einem Zufall. Bei einer Feier der Privatbrauerei Barre kam vor einigen Wochen Albersmeier mit einem Mitarbeiter des Mühlenkreises ins Gespräch. Sie plauderten ein wenig über Fußball – und in diesem Zusammenhang kam man auf das Raumproblem. „Dann hieß es, dass der Bus zum Verkauf stehe“, sagt das Union-Urgestein. Die Verhandlungen nahmen ihren Lauf und jetzt steht der mit Schriftzügen designte Bus in den Diensten der Fußballer. Er ist komplett ausgestattet, verfügt über eine Küche und Theke. „Es gibt sogar frisch gezapftes Bier oder frisch gekochten Kaffee“, sagt Albersmeier. Beste Voraussetzungen, um vor oder nach dem Spiel noch ein wenig zusammenzusitzen oder Mannschaftsbesprechungen abzuhalten.

Vor der Doppeldeckerlösung haben bei Union allerdings die Köpfe geraucht. Überlegt wurde unter anderem, ob möglicherweise ein Container auf dem Weserstadiongelände platziert werden könnte. Durchblicken lässt Albersmeier im Gespräch mit news – Das Magazin auch eine gewisse Enttäuschung darüber, dass die Situation am Stadion so ist wie sie ist – und am Weserstadion in den vergangenen Jahren baulich nichts geschah.

„Jetzt sind wir aber alle sehr zufrieden“, sagt er. Aus dem Verein hat sich inzwischen die Gruppe „Club 100“ gebildet, deren Aufgabe es ist, sich um den schon etwas betagten Doppeldecker zu kümmern. Eins stellt die Unions-Legende allerdings auch klar. Der Bus steht nur für die Hemspiele bereit. „Zu den Auswärtsspielen fahren wir mit ihm ganz sicher nicht.“

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