Der Ring kommt

Im Stadttheater Minden steht in diesem Monat ein großes Wagner-Ereignis an. Gezeigt wird der Opern-Zyklus von Richard Wagner.

In diesem Monat könnt Ihr im Mindener Stadttheater den gesamten Ring-Zyklus von Richard Wagner erleben. Es handelt sich dabei um eine Co-Produktion des Stadttheaters, des Mindener Richard Wagner-Verbandes und der Nordwestdeutschen Philharmonie. Es ist ein Ereignis in einem Ausmaß, wie es so schnell in Minden wohl nicht wieder vorkommen wird.

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Die Sommerpause in der Tonhallenstraße war im Grunde gar keine. Alle Beteiligten hatten damit zu tun, zu proben und den Feinschliff für dieses sicherlich bundesweit beachtete Opernprojekt zu setzen. Allerdings liegen die Ursprünge für die Ring-Zyklus-Produktion bereits einige Jahre zurück.

Bereits im Herbst 2015 hatte man im Stadttheater Minden mit der Operntetralogie „Der Ring des Nibelungen“ begonnen, die vom Publikum und in den Medien gleichermaßen enthusiastisch gefeiert wurde. Dieses Jahr schließt sich der Kreis mit dem „Ring“-Zyklus. Der Richard Wagner Verband und dessen Produktionspartner, die Nordwestdeutsche Philharmonie und das Stadttheater Minden, sehen einem großem Ereignis entgegen. Seit seiner Uraufführung bei den Bayreuther Festspielen 1876 hat „Der Ring des Nibelungen“ in immer neuen Aufführungen die Welt erobert, obwohl er an die ausführenden Künstler und an das Publikum ungeheuerliche Anforderungen stellt. Er hat alle Beteiligten zu immer neuen Auseinandersetzungen herausgefordert, hat begeisterte Zustimmung und erbitterte Ablehnung erfahren und so viele unterschiedliche Analysen und Deutungen provoziert wie kein anderes Werk des Musiktheaters. „Anscheinend haben Wagners mythische Helden, Walküren, Götter, Riesen und Zwerge auch unserer Zeit noch viel zu sagen, und faszinieren immer wieder neu“, schreibt Stadttheater-Intendantin Andrea Krauledat.

Zyklus eins:
„Das Rheingold I“ ist am Donnerstag, 12. September, um 19 Uhr zu sehen. Am Sonntag, 15. September, folgt ab 16 Uhr „Die Walküre I“ und am Donnerstag, 19. September wird „Siegfried I“ zu sehen sein. Den Abschluss des ersten Zyklus bildet „Götterdämmerung I“ am Sonntag, 22. September, um 16 Uhr. Der Zyklus zwei startet am Donnerstag, 26. September, um 19 Uhr mit „Das Rheingold II“, gefolgt von „Die Walküre II“ am Sonntag, 29. September, um 16 Uhr. „Siegfried II“ ist am Donnerstag, 3. Oktober zu sehen und den Schlusspunkt setzt „Götterdämmerung II“ am Sonntag, 6. Oktober. Das Theatercafé ist jeweils zwei Stunden für Aufführungsbeginn geöffnet. Bei schönem Wetter steht auch die Sommerterrasse auf der ersten Etage für die Gäste offen.

www.stadttheater-minden.de

 

Theater Programm SeptemberTheater Hameln startet in vielseitige Spielzeit

Nach der Sommerpause öffnet das Theater mit einem großen Theaterfest seine Türen zur Saison 2019/20.

Mit einem bunten Programm für die ganze Familie können sich die Besucher auf die neue Spielzeit einstimmen, bei Führungen einen Blick hinter die Kulissen werfen oder Ausschnitte aus verschiedenen Produktionen der kommenden Spielzeit genießen. Zu sehen ist beispielsweise am Mittwoch, 25. September, um 19.30 Uhr das Stück „Die Verwandlung“. Hierzu ist die Stückeinführung für das Schauspiel nach der Erzählung von Franz Kafka ist um 18.45 Uhr im Kunstkreis.

Die 1912 entstandene symbolträchtige Erzählung Die Verwandlung gehört zu den berühmtesten Texten Kafkas und bietet viel Deutungsspielraum: Ist Gregor Samsa vielleicht nur Opfer seiner eigenen Erschöpfung? Was geschieht, wenn man den Anforderungen unserer Gesellschaft nicht mehr genügt? Und nicht zuletzt: Wieviel Fremdheit sind wir bereit zu akzeptieren und zu tolerieren? Ein Stück auch für junge Erwachsene.

www.theater.hameln.de