Zwei Tage dreht sich alles ums Bier, doch das Event „Hopfen und Malz“ beschränkt sich nicht allein darauf. In Mindens Innenstadt ist an beiden Tagen einiges los und das Programm erreicht sämtliche Altersgruppen. Auch Kinderschminken oder Kürbisschnitzen ist beispielsweise mit dabei und auch sonst zieht die Werbegemeinschaft alle Register. Schon die vergangenen fünf Auflagen waren große Erfolge, die sechste soll daran anknüpfen: An beiden Tagen stehen Marktplatz, Wesertor und Obermarkt im Zeichen von Genuss, Unterhaltung, Information oder Entertainment. Dieser Mix macht die Innenstadtveranstaltung so erfolgreich, die am Samstag in der Zeit von 11 bis 22 Uhr sowie tags darauf in der Zeit von 11 bis 20 Uhr mit einem verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr läuft.

Mit dem Konzept hat die Mindener Werbegemeinschaft ins Schwarze getroffen. Besuchern aus den Vorjahren gefallen die lockere Atmosphäre, die Bandbreite verschiedener Biere sowie das ganze Drumherum. Das ohnehin schon umfangreiche Programm ist für die 2023er-Auflage noch ein Stückchen gewachsen, sodass sich die Hopfen-und-Malz-Fans unter anderem auf Walk Acts oder auch Livemusik freuen dürfen. Außerdem gibt es Infostände und Herzhaftes.

Vom Bauernmarkt bis Kunsthandwerk

Der Satz „Es ist für alle etwas dabei“ ist eine Phrase. Aber er passt zu diesem spätsommerlichen Event am Wochenende des kalendarischen Herbstanfangs, das den jüngsten Gästen beispielsweise eine Hüpfburg auf dem Kleinen Domhof bietet. Am Mindener Obermarkt, wo der Kunsthandwerkermarkt läuft, findet außerdem ein Bauernmarkt statt. Einiges zu sehen ist auch am Wesertor, wo sich unter anderem das AI Fitnessstudio sowie das Eiscafé Piccoli den Gästen präsentieren. Dort darf auch am Glücksrad gedreht werden. „Und für das leibliche Wohl ist natürlich auch an dem Wochenende gesorgt“, heißt es von der Werbegemeinschaft. Unter anderem gibt es Herzhaftes wie beispielsweise Bratwurst, Crêpes oder auch Spanferkel.

Tausende strömten in den Vorjahren zum Bierfestival in die Mindener City. Darunter auch Menschen aus dem Umland, die sich auch über den verkaufsoffenen Sonntag freuen – und ihren Einkauf mit einem Bummel durch die Stadt verbinden. Die Chance, sonntags in der Innenstadt in den Geschäften zu stöbern, kommt immer gut an. Das löst Synergieeffekte aus, sodass die Gäste auch in den Straßencafés und Restaurants gerne Platz nehmen. Viele schauen sich auch die Sehenswürdigkeiten der Stadt an. Die sind zahlreich – und so löst das Bierfestival auch einen Werbeeffekt aus.

Hintergrund: Bier

Den ältesten bisher bekannt gewordenen Braubetrieb gab es in der Rakefet-Höhle (heutiges Israel) im Gebiet der Natufien-Kultur vor rund 13.000 Jahren. Das älteste überlieferte Bierrezept ist ca. 5000 Jahre alt und stammt aus China.

Im Mittelalter wurde Bier noch aus sehr vielen unterschiedlichen Zutaten gebraut. Es wurde Bier überwiegend mit obergäriger Hefe gebraut. Erst zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert wurden die Kräuterbiere in Mitteleuropa zunehmend vom Hopfenbier verdrängt. Der Hopfen verleiht dem Bier einen erfrischend bitteren Geschmack und bildet ein Gegengewicht zum süßen Malz.

Die scherzhaft gebrauchte Bezeichnung „Flüssiges Brot“ hat einen ernsthaften historischen Hintergrund: In früheren Zeiten galt Bier als geeignetes Getränk für Kinder, da es einen geringeren Alkoholgehalt hatte und durch das Kochen der Bierwürze weitgehend keimfrei war, was vom damaligen Trinkwasser nicht behauptet werden konnte. In Zeiten von Missernten und Hunger war es wegen seines Energiegehalts eine wichtige Ergänzung der oft knappen Nahrung, da minderwertiges Getreide nicht weggeworfen werden musste. Im 17. Jahrhundert übernahmen Mönche den Begriff für ihr Fastenbier, denn flüssige Nahrung bricht das Fasten nicht.

In Deutschland wird Bier nach der Bierverordnung von 2005 basierend auf dem Biersteuergesetz, umgangssprachlich als Reinheitsgebot bekannt, gebraut. Bier ist das in Deutschland und vielen anderen Ländern meistkonsumierte alkoholische Getränk.(Quelle: Wikipedia.de)