Im Land von news – Das Magazin gibt es jede Menge Strecken. Vor allem das Weser- und Wiehengebirge sind schwer angesagt. Wir haben ein paar Tipps für Euch.

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Wandern 2020Zu Fuß
Schon seit einigen Jahren ist das Wandern im Aufwind. Wie praktisch, dass wir in einer Region leben, die vor Wandermöglichkeiten nur so strotzt – nicht zuletzt führen mit dem Jakobsweg und dem Sigwardsweg zwei überregional bedeutende Wanderwege durch den Kreis Minden-Lübbecke. Wer ein paar Regeln befolgt, kann fast sofort loslegen – wir haben ein paar Tipps parat und empfehlen Euch ein paar Routen.

Das brauchst Du

Untenrum:
Wenn Du nicht ins Hochgebirge willst, brauchst Du wenig. Zwar sind Wanderschuhe auch auf unebenen Waldwegen empfehlenswert, weil sie die Knöchel schützen und mit ihrem rauen Profil für sicheren Tritt sorgen. Viele Wanderer schwören auch auf Halbschuhe oder Trekkingsandalen. Für den Anfang genügen aber auch vernünftige Joggingschuhe, wer mehr als Tagestouren plant, sollte aber definitiv in gutes Schuhwerk investieren. Kapitalfehler: Mit nagelneuen Schuhen auf den Weg! Gerade Wanderschuhe solltest Du gründlich einlaufen, bevor es auf Tour geht. Es ist keine Freude, mit blutigen Blasen mitten im Wald zu stehen und zu wissen, dass es noch ein paar Kilometer bis zur nächsten Straße sind.

Untendrunter und Drüber:
Das Zwiebelprinzip ist auch sonst empfehlenswert, beim Wandern aber wirklich wichtig. Unterwäsche, die den Schweiß aufsaugt, darüber eine dünne Kleidungsschicht, dann je nach Temperaturen eine wärmende Schicht und darüber eine Wind- und Regen abweisende Schicht – fertig. Wichtig: Die Kleidung sollte möglichst bequem sein, die äußeren Schichten möglichst platzsparend zusammenfaltbar sein. Wer wandert, zieht öfter mal seine Jacke an oder aus, besonders im Herbst.

Hintendrauf:
Ein ordentlicher Rucksack ist ein Muss. Und das Wort „ordentlich“ bezieht sich nicht auf das Design. Ein Beckengurt ist Pflicht, ein Brustgurt hilfreich – es kommt darauf an, was Du bewegen willst. Je nachdem, wie die Versorgungslage unterwegs ist, brauchst Du Platz für Verpflegung , Getränke solltest Du auf jeden Fall mitnehmen. Auch der Regenschutz sollte Platz finden.
Außerdem brauchst Du eine oder mehrere vernünftige Trinkflaschen. Zwischen anderthalb bis zwei Liter solltest Du bei einer Tageswanderung einkalkulieren. Wenn Du die Flasche sicher zwischendurch auffüllen kannst, reicht auch weniger.
Auch nicht verkehrt: Kartenmaterial oder eine Powerbank mit Kabel, falls Dich die Wandernavigation auf Deinem Handy im Stich lässt. Zwar ist es auf dem Kammweg im Wiehengebirge schon fast unmöglich, sich zu verlaufen – doch wer den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, sollte besser einen Plan haben.

Verpflegung:
Geeignet ist alles, was nahrhaft ist und sich gut mitnehmen lässt. Der Klassiker erfüllt diese Anforderung perfekt: Das gute alte Butterbrot. Wer es rustikal mag, nimmt sich einen Brotlaib, Käse, Würste, Frikadellen oder gekochte Eier mit – an der frischen Luft schmeckt das erst richtig gut. Obst und Gemüse runden die Verpflegung ab.

Die Routen:

Wandern 2020Der Klassiker – zum Willi, zur Burg und wieder zurück:
Einmal rauf, dann langsam wieder runter: Der wohl bekannteste Wanderweg in der Region startet am Fuße des Wiehengebirges. Vom Parkplatz/Bushaltestelle an der Portastraße ist der Wanderweg A2 ausgeschildert. Kurvig geht es bergauf zum Denkmal, dann über den Moltketurm zur Wittekindsburg. Ein paar Meter weiter ist die ausgegrabene Kreuzkirche zu besichtigen, etwas unterhalb die versiegte Wittekindsquelle. Von hier aus geht es dann den Königsweg wieder langsam bergab. Wem der nördliche Aufstieg zu steil ist, kann die Route auch andersherum laufen.

Distanz: 5,1 Kilometer
Dauer: eindreiviertel bis zwei Stunden
Schwierigkeit: Mittel, der Aufstieg direkt zum Kaiser ist stellenweise recht steil.

Rund ums Moor:
Start ist am Wanderparkplatz in Hille – von der Mindener Straße den Wegweisern zum Großen Torfmoor folgen. Von hier aus führt ein Weg parallel zum Mittellandkanal zum eigentlichen Rundweg. Unterwegs warten der Bohlenweg und gleich drei Aussichtstürme. Zusehen gibt es die herb-spröde Moorlandschaft, viele Insekten und seltene Pflanzen. Im prallen Sonnenschein solltest Du genug Getränke und Sonnenschutz dabei haben – Schatten gibt es hier so gut wie gar nicht.

Distanz: knapp 10 Kilometer
Dauer: zweieinhalb bis drei Stunden
Schwierigkeit: Leicht, es sind kaum Höhenunterschiede zu bewältigen, die unbefestigten Wege sind bei Trockenheit kein Problem, bei Nässe empfiehlt sich robustes Schuhwerk.

Der Schlangenweg:
Die andere Seite des Jakobsberges: Los geht es wenige Meter hinter der Abzweigung zum Fernsehturm: Hier befindet sich der Schlangenweg, der wirklich so heißt. Nach Osten geht es hier einmal um das Naturschutzgebiet Nammer Klippen herum. Spannend: Nach etwa der Hälfte des Weges überquerst Du den 9. Längengrad. Die Route führt schließlich nach Norden über den Bergrücken und auf der anderen Seite des Berges zurück zum Ausgangspunkt.

Distanz: rund 9,5 Kilometer
Dauer: zweieinhalb bis drei Stunden
Schwierigkeit: Mittel, es geht ein bisschen auf und ab.