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Welcher Fahrrad-Typ bist Du?

Fahrräder sind schwer angesagt und die Auswahl so umfangreich wie nie. Leasing und Finanzierungsmöglichkeiten erleichtern den Kauf.

Welcher Fahrradtyp bist du?

Das Fahrrad hat Rückenwind – schon seit Jahren werden immer mehr Fahrräder verkauft. Nicht zuletzt der Boom von Fahrrädern mit Elektromotor hat neuen Schwung in den Markt gebracht. Auch die Politik hat erkannt, dass am Radverkehr kein Weg vorbei führt. Es wird über Radschnellwege diskutiertund die vorhandene Infrastruktur allmählich verbessert. Auch bei der Finanzierung von Fahrrädern werden neue Wege beschritten. Leasing und Finanzierung sind schon länger Möglichkeiten, die den Weg ins sorgenfreie Radlerleben ebnen, relativ neu ist ein Leasing über den Arbeitgeber: Hier können Radfahrer steuerlich von der Dienstwagen-Regelung profitieren, die seit einigen Jahren auch für Dienstfahrräder gilt. Unterm Strich wird so aus manchem Traumrad ein Schnäppchen. Viele Arbeitgeber kooperieren mit einem Leasinganbieter – und tun sie das noch nicht, sind sie oft offen dafür. Fahrradhändler beraten ihre Kunden auch in diesem Fall gerne. Der Weg zum neuen Fahrrad ist also klar – doch was für ein Fahrrad soll es sein? Vielleicht hilft die – nicht ganz ernst gemeinte – Typisierung.

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Welcher Fahrradtyp bist du?Der Sportliche
Kein Berg zu hoch, kein Weg zu steil: Der Sportliche ist der Typ Radfahrer, der anderen beim Überholen das Gefühl gibt, sie würden stehen. In hautengen Klamotten mit tropfenförmigem Helm rauscht er vorbei, klingeln kann er leider nicht, denn so ein profanes Gerät würde die Windschnittigkeit zunichtemachen – wenn Du Dir schon die Arme und Beine rasiert hast, hängst Du Dir ja auch keinen Bremsschirm ans Rad. Fahrradfahren ist für ihn Sport, um den teuren Carbonrahmen zu schonen nimmt er sonst lieber das Auto. Das ist ein bisschen größer, damit das Rennrad reinpasst. Am Wochenende fährt er schon mal ein paar Kilometer, um dann ein paar Kilometer Rad zu fahren.

Welcher Fahrradtyp bist du?Der Offroader
Verwandt mit dem Sportlichen, beide haben gemeinsame Wurzeln. Der Offroader mag es aber hart und dreckig: Waldwege und Schotterpisten lassen sein Herz höher schlagen. Dreckspritzer im Gesicht sind Beleg für eine gelungene Tour. Und da kommt natürlich auch das wichtigste Accessoire zum Einsatz: Die Action-Cam. Besonders beliebt ist der Offroader bei seinen Mitmenschen: Bei Wanderern, weil er gerne überraschend und lautlos aus dem Nichts heranrast. Beim Förster, weil er im Nichts verschwindet – besonders gerne, wenn dort kein Weg ist. Den Offroader gibt es übrigens auch elektrifiziert: Das E-Mountainbike ersetzt den Sessellift – so schaffen es auch unsportliche Zeitgenossen den Berg rauf, um dann den Spaß der Abfahrt mitzunehmen.

Welcher Fahrradtyp bist du?Der E-Biker
Lange hatte er dem Fahrrad abgeschworen, die neue Technik bringt ihn aufs Rad. E-Bikes gibt es inzwischen als City-Rad, Trekking oder sogar Lastenrad, die Möglichkeiten sind schier endlos. Zu Beginn des E-Bike-Booms sorgten rasende Rentner für ein schlechtes Image, inzwischen setzen sich die Motor-unterstützten Räder in nahezu allen Bereichen durch. Neulinge erkennt man oft am Grinsen im Gesicht: Es ist einfach ein tolles Gefühl, entspannt durch die Stadt zu brausen – und da darf es gerne auch mal die etwas weitere Strecke sein.

Welcher Fahrradtyp bist du?Der Hollandrad-Fahrer
Der Hollandradfahrer ist verwandt mit dem Öko. Er hat es vor allem eines: nicht eilig. Auf gut gefedertem Ledersattel radelt er gemütlich den kurzen Weg zur Arbeit. Er vermeidet große Straßen, nimmt lieber einen Umweg durch den Park in Kauf, als sich mit dem nervigen Straßenverkehr auseinander zu setzen. Er braucht keinen Schnickschnack, für ihn ist Fahrradfahren Teil seiner Lebensart. Ein Auto würde ihn nur stören, Fahrradfahren ist Teil seines umweltbewussten Selbstverständnisses und ein bisschen Bewegung tut gut. Und wenn es mal regnet – dann regnet es halt.

Welcher Fahrradtyp bist du?Der Alltagsradler
Sein Mittel der Wahl: Ein Trekkingrad, ausgerüstet für alle Lebenslagen. Pannensichere Reifen, Gepäckhalter, solide Beleuchtungsanlage und gerne auch ein Tacho neben der Handyhalterung. Der eilige Alltagsradler ist auf alle Situationen im Straßenverkehr vorbereitet und stellt sich ihnen. Er kennt seine Rechte im Straßenverkehr und ist bereit dafür einzutreten. Die Distanzen, die er Tag für Tag zurücklegt, sind für die meisten Autofahrer irritierend groß, das verwunderliche daran: Er ist nicht langsamer als die, an denen er im Stau vorbeifährt. Für sie hat er nur ein mitleidiges Lächeln, selbst wenn er sich im Winter den Raureif von seinen durchtrainierten Beinen kratzt.

Welcher Fahrradtyp bist du?Der Familienradler
Ob Anhänger, Lastenrad oder neben dem Kinderrad her – der Familienradler hat seine Augen überall. Das muss er auch, schließlich gilt es, den Nachwuchs im Blick zu haben und einzugreifen, wenn Autofahrer mal wieder auf Vorfahrts- oder Abstandsregeln pfeifen. Auf dem Weg zur Schule oder zur Kita muss er meist durch den Berufsverkehr – und das ist seiner Laune kaum zuträglich. Recht schnell werden Beschützerinstinkte wach, von Mama-Taxis zugeparkte Geh- und Radwege lassen seinen Puls genauso ansteigen wie Raser in der Tempo-30-Zone. Die anderen Verkehrsteilnehmer sind gut beraten, ihm aus dem Weg zu gehen: Wer schon einmal mitbekommen hat, wie ein Muttertier seinen Nachwuchs verteidigt, weiß, worauf er sich gefasst machen muss.

Welcher Fahrradtyp bist du?Der Kampfradler
Der Kampfradler ist die natürliche Weiterentwicklung verschiedener Radlertypen. Irgendwann reicht es: Zugeparkte Radwege, Überholvorgänge mit 20 Zentimeter Abstand oder Vollbremsungen an Ausfahrten legen den Schalter um. Und dann gibt es kein Zurück mehr: Er beginnt sich genauso rücksichtslos durch den Straßenverkehr zu bewegen, wie seine Zeitgenossen in ihren Metallkisten. Gerne brüllt er den einen oder anderen Automobilisten an und erkämpft sich seinen Platz – aber Autofahrer, die meinen, radelnde Verkehrsteilnehmer durch bekloppte Fahrmanöver erziehen zu müssen gibt es ja auch genug. Also: Gleiches Recht für alle.