Die Weihnachtsmärkte wecken die Lust auf die Festtage. Mal größer, mal kleiner laufen sie in diesem Monat in der gesamten Region. Auffällig ist, dass Holzbuden oder traditionelle Deko schwer gefragt sind. Das liegt zum Teil auch an der Schnelllebigkeit unserer Zeit.

Unser Alltag ist hektisch. Das ist keine neue Erkenntnis, doch das Tempo, das wir im Jahr gehen, nimmt zu. Gerade seit der Zeit der Digitalisierung bewegen sich die Menschen in zuvor nicht gekannter Schnelllebigkeit. Die rasanten Entwicklungen bringt uns viele Vorzüge, lässt uns aber seltener zur Besinnung kommen. Weihnachten schafft das – und weil die Vorfreude auf die stillste Zeit im Jahr enorm groß ist, bieten Weihnachtsmärkte genau das: Ein Eintauchen in die wunderschöne Welt, in der Knecht Ruprecht, der Nikolaus, das Christkind oder der Weihnachtsmann zuhause sind. Die Events in Städten und Dörfern stimmen mit Glühwein, Spekulatius, Kerzen, Austellerständen und viel weihnachtlicher Musik ein. Wer die Weihnachtsmärkte erlebt, kann und will sich ihrem Zauber nicht entziehen.

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Fester Bestandteil eines Weihnachtsmarktes sind Verzehrbuden, aber auch Angebote für Weihnachtsschmuck. Kunsthandwerk ist allgegenwärtig. Wand- und Tischschmuck aus Holz und Metall, stimmungsvolle Leuchter für Kerzen und die Traditionsfarben rot, natur und grün dominieren. Aber auch für Liebhaber anderer Töne ist mit warmem Saharabraun, sanftem Gelb und Orange vieles zu finden. In den Blumenhäusern laufen die Vorbereitungen für Adventskränze, Gestecke und Sträuße. Wer zeitig kommt, hat die Qual der Wahl, dafür aber auch die große Auswahl. Übrigens: Den ersten Adventskranz soll es erst 1918 gegeben haben.
Heutzutage ist der Weihnachtsschmuck nicht nur ein Stimmung zauberndes Element. Neben seinen dekorativen Eigenschaften ist jedes Jahr neue Kreativität gefragt. So findet sich neben klassischen Holzfiguren aus dem Erzgebirge auch Modernes. Da wären die frech aussehenden pausbäckigen Engel aus Holz oder Pappmaché. Oder aber aus Metall geschnittene Schneemänner und andere winterliche Motive, die auch im Garten ein toller Blickfang sind. Der leichte Rostüberzug verleiht den Eisenfiguren einen antiken Touch und ist durchaus gewollt.
Ein Bummel über die Events bringt gute Laune, Besinnlichkeit und eine gehörige Portion an Inspiration für das Fest der Liebe. Auf den folgenden Seiten stellen wir einige der Weihnachtsmärkte in der Region vor.

Weihnachtsmarkt MindenMindener Weihnachtsmarkt
Der Mindener Weihnachtsmarkt läuft in diesem Jahr vom 27. November bis zum 30. Dezember auf dem Marktplatz und dem Scharn. Geboten wird den Besuchern wieder alles, was die Einstimmung auf die bevorstehenden Feiertage fördert – vom Glühwein bis zu Kräuterbonbons, vom Crêpe bis zum Hot Dog. Nicht nur Kulinarisches, auch Karussells und viele weihnachtliche Überraschungen machen den Weihnachtsmarkt zu einem Erlebnis für die ganze Familie. Auf dem neugestalteten Scharn kann man an einem der vielen Kunsthandwerkerstände mit Kerzen, Körnerkissen und zauberhaften Geschenkartikeln für den weihnachtlichen Gabentisch fündig werden. Die mehr als zwölf Meter hohe Riesentanne steht im Zentrum des Marktplatzes. Anders als bei vergleichbaren Objekten kann man in Minden in die Riesentanne mit einem Durchmesser von sechs Metern hineingehen und dort im Inneren Tannenduft und Teile des Weihnachtsmarktprogramms genießen. Ein Adventskranz mit einem Durchmesser von mehr als fünf Metern bringt auf dem Kleinen Domhof jeden Tag ein bisschen mehr Licht in die historische Stadt, da jeden Tag eine weitere Kerze erleuchtet wird, bis er am 24. Dezember in seinem vollen Glanz erstrahlt. „So ist der Mindener Weihnachtsmarkt mit Ambiente, weihnachtlichen Angeboten und Programm in jedem Jahr ein Ort der Begegnung und gemütlichem Beisammensein“, schreibt die Minden Marketing (MMG), die dieses traditionsreiche Event auch in diesem Jahr ausrichtet.
Geöffnet ist montags bis mittwochs von 11 bis 20 Uhr, donnerstags bis samstags von 11 bis 21 Uhr sowie sonntags von 13 bis 20 Uhr. Heiligabend ist von 11 bis 14 Uhr geöffnet, am 1. Weihnachtstag geschlossen und am 26. Dezember von 13 bis 20 Uhr geöffnet.

Das detaillierte Programm steht im Internet unter

www.minden-erleben.de

Weihnachtsmarkt Auf Schloss BenkhausenWinterliches Schlossvergnügen in Benkhausen
Schloss Benkhausen lädt am 4. Adventswochenende zum „Winterlichen Schlossvergnügen“ im und am Schloss ein. Eine stimmungsvolle Beleuchtung sowie festlich geschmückte Budengassen mit Ständen der mehr als 30 regionalen Aussteller und Kunsthandwerker lassen am 22. und 23. Dezember die dunkle Jahreszeit erstrahlen – und erwecken mit dem Duft von Glühwein sowie anderen kulinarischen Leckereien einen nostalgischen Weihnachtszauber. Wahrlich ein Erlebnis für alle Sinne und ein Ort zum Verweilen. Das „Winterliche Schlossvergnügen“ in Benkhausen zählt zu den schönsten Weihnachtsmärkten der Region und ist idealer Treffpunkt, um gemeinsam mit Familie, Freunden, Kollegen oder Nachbarn die bevorstehenden Festtage einzuläuten.
Unter Mitwirkung zahlreicher bekannter Chöre aus der Region sowie der 20-köpfigen Big Band „Independent Sound Orchestra“ aus Minden, die am Samstagabend die Zuhörer mit einem besonderen Weihnachtsprogramm von White Christmas bis Feliz Navidade begeistern wird, und der Big Band des Wittekind-Gymnasiums „Pretsession“, die am Sonntagmittag ihr Können präsentiert, wird ein breites Spektrum geboten. Darüber hinaus sorgen abwechslungsreiche Aktionen, beispielsweise Theateraufführungen des Söderblom-Gymnasiums und Führungen durch das Herrenhaus für vielseitige Unterhaltung. Natürlich ist auch an die kleinen Gäste gedacht, die sich auf eine Kinderrallye, Bastelangebote oder Eselreiten im Schlosspark freuen können. Exklusive Unterhaltung steht auch im Deutschen Automatenmuseum auf dem Programm.
Der Weihnachtsmarkt auf Schloss Benkhausen an der Schlossallee 1 (ehemals Neustadtstraße) in Espelkamp-Gestringen ist am Samstag, 22. Dezember von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag, 23. Dezember von 11 bis18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 5 Euro für alle Besucher ab 15 Jahren.

Adventszauber RintelnRintelner Adventszauber vom 30. November bis 30. Dezember
In Rintelns historischer Altstadtkulisse wird die Vorweihnachtszeit zum großen Erlebnis. Vom 30. November bis 30. Dezember verwandelt sich der gemütliche Marktplatz in ein weihnachtliches Budendorf mit liebevoll dekorierten Häuschen. Lediglich vom 24. bis 26. Dezember bleibt der Markt geschlossen. Überall duftet es herrlich nach Zimt und Orangen, nach Glühwein, Keksen und anderen Leckereien. Glänzende Kinderaugen bestaunen die funkelnden Lichter des Kinderkarussells. Von weitem kann man den eindrucksvollen Tannenbaum sehen, der Mittelpunkt des Marktes ist. Festlich beleuchtete Straßenzüge, stimmungsvoll dekorierte Schaufenster – so präsentiert sich die Rintelner Innenstadt während der Vorweihnachtszeit mit einem abwechslungsreichen Warenangebot. Bei einem Bummel durch die historische Altstadt können Sie Geschenke für die ganze Familie einkaufen. Zu besinnlichen Stunden in zauberhafter Altstadtatmosphäre tragen die musikalischen Darbietungen bekannter heimischer und auswärtiger Künstler und Gruppen auf der urigen Bühne bei. Ein echter Hingucker ist auch die Weihnachtspyramide, unter der Sie die eine oder andere Leckerei genießen können.
Am Freitag, den 30. November , um 18 Uhr wird im Rahmen der Eröffnung traditionell der große Weihnachtsbaum erleuchtet. Danach geht es weiter mit der beliebten Kinderliedermacherin Karin Meier bevor dann ab 20 Uhr die „RIO-Band“ für einen stimmungsvollen Auftakt in die Adventszeit in Rinteln sorgt. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 12 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 20 Uhr.

www.rinteln.de

Weihnachtsmarkt Bad Oeynhausen Copyright Sascha BartelWeihnachtsmarkt Bad Oeynhausen vom 26. November bis 30. Dezember
Der Weihnachtsmarkt in Bad Oeynhausen wird am Montag, 26. November, um 18.30 Uhr, ofiziell eröffnet. Bis einschließlich Sonntag, 30. Dezember, dürfen sich die Besucher über ein facettenreiches Programm freuen, das den Reiz dieser Jahreszeit wiederspiegelt. Lediglich am ersten Weihnachtstag bleibt der Markt geschlossen. Das Innenstadtevent läuft rund um den Inowroclaw-Platz. Neben romantischem Lichterglanz und dem Duft von Plätzchen, Zimt und Glühwein locken auch in diesem Jahr wieder unterschiedlichste Angebote. Sie reichen von Theater über Konzerte bis zum Bilderbuchkino. Außerdem werden Geschichten erzählt und auch die Posaunen erklingen. Neben der Eislaufbahn dürfen sich die Kinder auch auf den Besuch des Nikolauses am 6. Dezember freuen. Er kommt mit seiner Kutsche zur Grundschule Altstadt, von wo aus es gemeinsam zum Schweinebrunnen in die Innenstadt geht. Dort empfängt der Nikolaus die Kinder zu seiner „Weihnachtssprechstunde“. Anschließend steigt eine große Nikolausparty mit der Band RIO.

Das komplette Programm steht im Internet unter
www.weihnachtsmarkt-badoeynhausen.de

 

Weitere Weihnachtsmärkte in der Region

Rahden:
Freitag, 30. November bis Sonntag, 2. Dezember

Bückeburg:
Donnerstag, 13. bis Sonntag, 16. Dezember

Hille:
Samstag, 1. Dezember

Barkhausen:
Sonntag, 2. Dezember

Stadthagen:
Freitag, 30. November bis Freitag, 28. Dezember

Kutenhausen:
Freitag, 7. bis Samstag, 22. Dezember