Büchertipps für den OktoberYoga-Einstieg erleichtern
Körperliche und seelische Ausgeglichenheit, wer wünscht sich das nicht? Klassisches Yoga ist für die norwegische Autorin dieses Titels seit zwanzig Jahren ideal, um dieses Ziel zu erreichen. Weil es den ganzen Menschen umfasst, und Körper und Geist dabei durch Übungen, Atemtechniken, mentales Training, Achtsamkeit, Entspannung und Meditation trainiert werden. Sie ist überzeugt davon, dass Yoga für jedes Alter geeignet ist und problemlos in den Alltag integriert werden kann. Weil es an jedem beliebigen Ort und zu jeder Zeit betrieben werden kann und dabei schon ein kleiner Aufwand Wirkung zeigt. Um den Einstieg zu erleichtern, beginnt sie mit einem kurzen Yoga-Programm, aus dem sich Anfänger die eine oder andere Übung heraussuchen können, um zu schauen, was ihnen Spaß macht und guttut. Vorab finden sich kurze allgemeine Tipps zu Kleidung, Unterlage, Sitzstellung, Atemtechnik. Dann folgen einfache Übungen, die Schritt für Schritt erklärt und durch detaillierte Fotos ergänzt werden. Jede Übung beginnt und endet mit Entspannung. Wer tiefer einsteigen möchte, findet auch intensivere und kompliziertere Übungen und spezielle Übungen zu besonderen Problembereichen. Ein großartiges Buch, um endlich den Zugang zu Yoga, dessen positive Wirkung eigentlich jedem bekannt ist, zu finden. Auch wen man wenig Zeit hat. Cornelia Hoppe
„Für Yoga ist es nie zu spät“ von Bente Helene Schei, O.W. Barth Verlag München, 149 Seiten, 19,99 Euro

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Büchertipps für den OktoberVom Winde verweht
Schon bei den ersten Fotos des Buches ist mir klar: so stelle ich mir meinen Traumgarten vor. Schmale Natursteinwege mit Grün zwischen den Fugen, üppiges Grün durch Büsche und Bäume und eine ebenso üppige Vielfalt an blühenden Stauden, Gräsern und Farnen. Schön, ökologisch und trotzdem zeitsparend. Die Landschaftsarchitektin Simone Kern erklärt, wie so ein Garten entstehen kann: durch das Nutzen selbst versamender Arten, sogenannter „Garten-Vagabunden“. Ihr Vorteil: Pflanzen, die sich selbst ihren Standort suchen können, passen perfekt dorthin, sind deshalb robust und brauchen weniger Pflege. Gartenbesitzer können so entschleunigen, beobachten und abwarten, müssen aber erkennen, wann dann doch mal eingegriffen werden muss, um ein Verwildern zu verhindern. Dazu gibt sie eine Fülle von Tipps zur Pflanzenvermehrung, Beetanlage und Pflege. Sie stellt Gestaltungsideen für verschiedene Standorte vor – sonnige Sitzplätze, Staudenbeete, Steingärten und schattige Ecken – und präsentiert fünfzig Porträts von geeigneten Pflanzen. Eine Fundgrube für alle, die wenig Zeit für den Garten haben und trotzdem keine Stein- oder Betonwüste wollen. Im nächsten Urlaub werde ich versuchen, die ersten Ideen daraus umzusetzen. Cornelia Hoppe
„Der antiautoritäre Garten“ von Simone Kern, Franckh-Kosmos Verlag Stuttgart, 127 Seiten, 19,99 Euro

Büchertipps für den OktoberGeheimnisvolle Heimat
Autor Jens Steingässer ist mit dem Paddeln aufgewachsen. Allein im Boot unterwegs zu sein, hat für ihn immer ein Gefühl von Freiheit bedeutet. Bisher hat er immer in entfernten Regionen nach Abenteuern gesucht. Nun hat er sich entschieden, direkt vor seiner Haustür im Odenwald zu starten und „querflussein“ über die deutsch-deutsche Grenze bis zu dem Ort im Thüringer Wald zu reisen, an dem seine Großmutter sich entschieden hat, um jeden Preis frei zu sein, und wo er sich seiner Familiengeschichte stellen will. Und danach weiter bis zur Ostsee. Die gesamte Strecke nur mit Paddelboot und Faltrad, ohne Navi oder GPS, ohne vorherige Etappenplanung und größtenteils ganz allein. Er entscheidet spontan, welchen Fluss er nimmt, ob er paddelt oder lieber das Faltrad nutzt. Abenteuer erlebt er eine Menge, Strapazen, bei denen er teilweise an seine Grenzen stößt auch, aber von Anfang an auch wunderschöne Landschaften fernab von allem, Begegnungen mit wunderbaren, interessanten Menschen und eine Flut unterschiedlichster Eindrücke. So erradelt und erpaddelt er sich Teile der Saale, der Havel, der Elbe und der Peene aber auch so kleine Flüsse wie die Modau, die Mümling oder die Tollense. Ein sehr persönlicher, ehrlicher und spannender Bericht über eine ganz ungewöhnliche Reise. Cornelia Hoppe
„Querflussein“ von Jens Steingässer, DUMont Reiseverlag Ostfildern, 200 Seiten; 22,90 Euro

Büchertipps für den OktoberPsychoterror auf Leuchtturm Roter Sand
Eine Geburtstagsfeier mit der Familie auf dem einsamen, nur per Boot und schwer erreichbaren Leuchtturm Roter Sand, das hatte sich Ihr Schwager für Lisa Holtkamp ausgedacht. Ein ganzes Wochenende wollen sie zu viert dort verbringen. Doch Lisa, die nach einem schlimmen Verkehrsunfall und dem Tod ihres Mannes lange Zeit in einer Klinik gegen ihre Angstzustände ankämpfen musste, wird erneut von Angst heimgesucht. Immer wieder glaubt sie, eine dunkle, unheimliche Gestalt zu sehen. Ihr gewalttätiger Mann, der auf Rache sinnt, fürchtet sie und fängt an, an ihrem Verstand zu zweifeln. Unter dem Druck der Abgeschiedenheit und der Angst brechen alte Konflikte auf, die abgrundtiefen Hass hervorbringen. Ein vorzeitiges Fliehen aus dieser Situation scheint unmöglich, Handys sind verschwunden, das Festnetz funktioniert nicht. Von der tödlichen Gefahr in der sich seine große Liebe befindet, der er vor 20 Jahren genau auf diesem Leuchtturm zum ersten Mal begegnet war, ahnt Kommissar Anton Hayen von der Wasserschutzpolizei nichts. Er hat ganz andere Sorgen: in der Außenweser ist ein großes Containerschiff mit zwei kleineren Frachtschiffen kollidiert. Die Strecke ist für mehrere Stunden komplett blockiert. Und die Verhältnisse auf dem Containerschiff Beluga sind ausgesprochen mysteriös. Fesselnd und faszinierend, dieser ungewöhnliche Küstenkrimi. Er lässt auf Fortsetzung hoffen. Cornelia Hoppe
„Blutroter Sand“ von Tanja Litschel, Emons Verlag Köln, 336 Seiten, 12,30 Euro