BüchertippCamping in Deutschland
Kann Camping glücklich machen? TV-Reporter Björn Staschen ist überzeugt davon. Allerdings ist er bekennender Schönwetter-Camper. Dauerregen, Matsch, nasse Klamotten, das ist nichts mehr für ihn. Camping bedeutet für ihn heute: Ruhe, Entspannung, Freiheit, Naturerlebnisse, raus- und runterkommen, Abenteuer, Lagerfeuer und Romantik. Dank Mietbulli und Pop-Up-Wurfzelt ganz spontan, schnell und einfach möglich. Und so hat er sich mit Familie und VW-Bus auf die Suche nach besonderen Campingplätzen in ganz Deutschland gemacht, denn die Art der Camping-Möglichkeiten ist inzwischen unglaublich vielfältig. Achtzig außergewöhnliche Plätze, die ganz persönlichen Favoriten seiner Familie, stellt er in diesem reich bebilderten Buch vor. Beginnend mit den Halligen ganz im Norden von Schleswig-Holstein bis runter in den Süden Bayerns. Wild-West-Romantik im Schaalsee-Camp in Schleswig-Holstein, Campen zwischen Maaren, Kratern und Geysiren in der Eifel, Übernachten in Schlafröhren bei Bottrop, Tipidorf direkt an der Unstrut in Sachsen-Anhalt, Ferienhof Maurus in Baden-Württemberg, Bärenschlucht in Bayern – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Persönliche Eindrücke sind ergänzt durch Karten, praktische Hinweise zur Anreise, Unterbringung und Verpflegung. Eine Fundgrube für alle, die Camping-Möglichkeiten suchen, die vielleicht nicht in jedem Camping-Führer zu finden sind. Cornelia Hoppe
„Camping-Glück“ von Björn Staschen, Deutsche Verlags-Anstalt München, 317 Seiten, 24,00 Euro

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BüchertippEinstieg in einen nachhaltigen Alltag
Dass es höchste Zeit ist, endlich den Plastik-Konsum zu reduzieren, ist sicher den meisten Menschen inzwischen bewusst und ein Anliegen. In vielen Foren, wird darüber geschrieben und diskutiert, auch hier in der NEWS gibt es ja seit einer Weile tolle Tipps dazu. Autorin Charlotte Schüler hatte schon vor einigen Jahren genug von dem vielen Müll und lebt seitdem nahezu plastikfrei. Doch wie kann ich meinen Alltag so umgestalten, dass ich trotz extrem knapper Zeit, keinerlei Bastel-Talent und wenig Lust stundenlang Ratgeber zu studieren immer weniger Plastik nutze und insgesamt weniger Müll produziere? Dazu hat die Autorin ihre eigenen Erfahrungen notiert und bietet eine Schritt-für-Schritt-Umstellung an. So kann jeder leicht und schnell die individuell passenden Möglichkeiten herausfinden, ausprobieren und nach Lust und Zeit erweitern. Denn ihr ist eine nachhaltige Veränderung wichtig, nicht ein Schnell-Versuch, der letztlich nicht durchhaltbar ist – sehr realistisch, wie ich finde. Wer mehr wissen möchte, kann im ersten Teil des Buches noch Fakten und Basics rund um das Thema Plastik nachlesen. Und wer sich gerne beim Umstellen mit anderen austauschen mag, der hat dazu die Möglichkeit im Hashtag #einfachplastikfreileben. Ein hilfreiches Buch, das man sicher immer wieder gerne zum Nachlesen in die Hand nehmen wird. Cornelia Hoppe
„Einfach plastikfrei leben“ von Charlotte Schüler, Südwest-Verlag München, 160 Seiten, 18,00 Euro

BüchertippVon Gruben und Gleisen
In diesem Jahr schließen die beiden letzten Steinkohle-Zechen in Deutschland. Eine Ära geht zu Ende. Der Journalist, Fotograf und Filmemacher Johannes Glöckner nimmt dieses Ende eines faszinierenden Zeitalters zum Anlass, in Bilden und Texten die enge Verbindung zwischen Kohlebergbau und Eisenbahn im Ruhrgebiet darzustellen. Von den ersten kleinen Bergwerken hin zu einer beispiellosen Industrialisierung, über die große Zeit der Dampflokomotiven, die Zeit der Weltkriege, bis hin zu dem, was inzwischen aus dem Ruhrgebiet geworden ist – eine beliebte Touristenregion. Mit Zechen, Kokereien und Hochöfen als Industriekultur, mit wunderbaren Radwegen über alte Trassen der Zechen- und Erzbahnen und einer Vielzahl von Museen. Ein faszinierender Text-Bildband für alle, die sich für die Geschichte des Bergbaus, des Ruhrgebiets oder für Eisenbahngeschichte interessieren. Allein die zahllosen historischen Aufnahmen von Lokomotiven und Industrieanlagen laden zum Blättern, Entdecken und Lesen ein. Und vielleicht gibt der Band ja auch den Impuls für einen Ausflug ins Ruhrgebiet. Cornelia Hoppe
„Von Zechen und Zügen“ von Johannes Glöckner, GeraMond-Verlag München, 191 Seiten, 39,99 Euro

BüchertippRachefeldzug im Lipperland
Tara Wolf ist Strafrichterin. In ihrem Beruf muss sie leider nur allzu oft erleben, dass Täter, die eindeutig schuldig sind, aus den unterschiedlichsten Gründen davonkommen. So hat sie sich mit einem guten Freund und Nachbarn Peter Falke und der jungen Hackerin Lou zusammengetan und recherchiert in einigen dieser Fälle weiter, um doch noch eine gerechte Verurteilung zu erreichen. Eine ähnliche Einstellung scheint ein Mörder zu haben, nach dem Kriminalhauptkommissar Florian Dreier und sein Team fahnden. Doch diesem Mörder geht es offenbar weniger um Gerechtigkeit sondern um Rache. Die erste Leiche wird im Bad Salzufler Kurpark gefunden. Lange Zeit ist unklar, welche Verbindung es zwischen den Opfern gibt. Und es gibt keinerlei Spuren. Als Tara, die mit ihren Mitstreitern zufällig zu einem der Opfer recherchiert, auf eine mögliche Verbindung stößt, ist es schon fast zu spät. Und auch sie gerät ins Visier des gnadenlosen Mörders und in Lebensgefahr. Sympathische Protagonisten, Lokalbezug und reichlich Spannung lassen auf eine Fortsetzung hoffen. Cornelia Hoppe
„Wolfsspiel“ von Christian Jaschinski, Gmeiner Verlag Meßkirch, 314 Seiten, 13,00 Euro