Letztlich ist das Lernen kein Zwang, sondern eine Bereicherung. Möglichkeiten dafür gibt es genug.

Lernen ist eine Lebensaufgabe. Jede Sekunde schnappen wir neue Dinge auf, machen unsere Erfahrungen oder ziehen aus dem Erlebten unsere Konsequenzen. Und konsequent zu Ende gedacht bedeutet das, immer mehr Wissen zu bekommen. Welches das ist, haben wir oft selbst in der Hand. Beim Tag der Bildung am Montag, 14. Januar, gibt es hierzulande einige Veranstaltungen, Workshops oder Events. Die Botschaft ist klar: Bildung ist ein hohes Gut – und das geht uns alle an.

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Schule ist Ländersache
Wer als Schüler das Vergnügen (oder auch nicht) hat, das Bundesland zu wechseln, steht oft vor einem großen Problem. Die Lehrpläne sind anders und das führt dazu, dass man manches schon weiß, was die anderen noch nicht wissen – und umgekehrt. Weil Schule eine Ländersache ist, kommt es dazu. Den Tag der Bildung gibt es auch deshalb, um in dieser Hinsicht für mehr Einheit zu sorgen. Jedes Land kocht sein eigenes Süppchen und das ist vielen ein Dorn im Auge. Mehr Transparenz ist daher gewünscht.

Tag der BildungWeiterbildung als Erwachsener
Bildung ist umfassend und wer mit Schule, Ausbildung oder Studium durch ist, hat noch längst nicht alles kapiert. Wer ehrlich zu sich selbst ist, weiß das – und deshalb müsste es schon im eigenen Interesse liegen, sich kontinuierlich weiter zu bilden. Neben Beruf und Familie ist das jedoch nicht so einfach, doch inzwischen gibt es mit Fernunis und Co. zahlreiche Möglichkeiten, sich „nebenbei“ neues Wissen zu verschaffen. Flexibel und individuell zugeschnitten gibt es Angebote privater Schulen, Unis oder an Volkshochschulen. Besonders beliebt sind Sprachkurse, Computerkurse oder Kochkurse. Viele Rentner schreiben sich auch an den Unis ein, um den geistigen Horizont zu erweitern. Ganz ohne Zwang. Nur aus der Lust am Lernen. Denn darum geht es. Nichts ist schöner, als immer mehr zu wissen. Das zu verstehen, ist die zentrale Botschaft am Tag der Bildung.

Am Ball bleiben
Wer eine Ausbildung oder ein Studium erfolgreich abgeschlossen hat, arbeitet in seinem Berufsleben rund 30 bis 40 Jahre. Das ist viel Zeit, in der sich einiges tut. Sich auf seinen ein Mal verdienten Lorbeeren auszuruhen, ist so ziemlich der größte Fehler, den man machen kann.

Keine Frage des Alters
Der Normalfall ist längst, im Leben nicht nur einen Beruf auszuüben. Die gesellschaftlichen Veränderungen, persönliche Entwicklungen oder auch die eigenen Lebenswege sorgen dafür, dass sich Menschen immer wieder neuen Herausforderungen stellen müssen. Das ist nur auf den ersten Blick eine etwas irritierende Botschaft. Beim zweiten Hinsehen bedeutet das die Chance, eine neue Karriere einschlagen zu können. Und da müssen wir uns frei machen von dem Gedanken, dafür zu alt zu sein. Selbst wer mit 50 ein Medizinstudium aufnimmt, schließt es etwa sechs Jahre später ab und hat dann noch mindestens elf Jahre im Job. Zeit ist einfach nur relativ.

Für wen lernen wir?
Als Schüler hat man oft das Gefühl, für Lehrer und Eltern zu lernen. Das ist natürlich Quatsch. Bildung ist etwas, was einem keiner mehr nehmen kann und somit geht es auch nur einen selbst etwas an. Deshalb sollten Schüler alles mitnehmen, was sie in dieser Hinsicht bekommen können. Das muss nicht zwangsläufig in Abschlüssen oder Zertifikaten enden. Oft reicht einfach ein Hineinschnuppern, um sich Eindrücke zu verschaffen. Dümmer wird man dadurch auf jeden Fall nicht. Und deshalb ist der Tag der Bildung vor allem der Aufruf, die Erweiterung des Wissens als etwas Positives zu sehen. Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Diese Satz ist zweifellos eine Phrase. Aber irgendwie passt er dann doch.