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Starke Perspektiven für Berufskraftfahrer

Begeisterung für Technik und starke Motoren, gerne im Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen, flexibel und verantwortungsbewusst –wer sich in dieser Beschreibung wiederfindet, der kann über eine Karriere als Berufskraftfahrer nachdenken.

Starke Perspektiven für Berufskraftfahrer

Als einsamer Wolf unterwegs auf Deutschlands und Europas Straßen – dieses Bild des Berufskraftfahrers hat sich hier zu Lande längst selbst überholt. „Wer sich für diesen Job entscheidet, der muss auch gut mit Menschen umgehen können“, sagt Markus Hohensee, der auf über 20 Jahre Erfahrung in der Logistikbranche zurückblickt und heute im Bereich Personalleasing für Kraftfahrer tätig ist.

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Leidenschaften
Unterschieden wird zwischen Berufskraftfahrern im Personenverkehr und solchen im Güternah- oder Fernverkehr. Erstere befördern Fahrgäste in Omnibussen von A nach B. Dass man hier viel mit Menschen zu tun hat, versteht sich von selbst. Doch auch wer Waren transportiert, lernt die unterschiedlichsten Leute kennen. „Man sollte kontaktfreudig sein“, so Markus Hohensee. „Ebenso wie flexibel.“ Denn wer sich für den Fernverkehr entscheidet, der kann schon mal tagelang unterwegs sein. Wem es dagegen auf geregelte Arbeitszeiten ankommt und zudem am liebsten im eigenen Bett schläft, für den ist der Nahverkehr mit seinen Tagestouren das richtige. Hier gibt es in aller Regel einen festen Arbeitsbeginn. Nichtsdestotrotz kann der Feierabend auch mal von der Verkehrs- und Auftragslage abhängig sein.

Gut ausgebildet
Das technische Knowhow lernt der angehende Berufskraftfahrer in der Ausbildung. Die dauert drei Jahre und findet sowohl betrieblich als auch in der Berufsschule statt. Vermittelt wird die Orientierung im Straßensystem ebenso wie das Fahren von Bussen und LKWs in verschiedenen Größenordnungen. Den Azubis wird gezeigt, wie die Fahrzeuge funktionieren, wie sie gewartet, be- und entladen werden. Natürlich darf auch das Thema Sicherheit nicht zu kurz kommen. Wer gefährliche Lasten transportiert, muss wissen, was es zu beachten gilt. Das richtige Vorgehen an Unfallstellen muss bekannt sein. Und weil ohne Papierkrieg nichts geht wird natürlich auch vermittelt, wie Abrechnungen erstellt und Fahrtenbücher geführt werden. Ökologisch und ökonomisch wichtig ist das richtige Planen und Organisieren von Routen. „Quereinsteiger können eine beschleunigte Grundqualifikation bei entsprechenden Bildungsträgern mit anschließender Prüfung bei der IHK absolvieren“, erklärt Markus Hohensee.

Zukunftsmusik
Die Zukunft sieht rosig aus für Berufskraftfahrer, der Bedarf ist da. „Circa 80 Prozent aller Güter werden auf der Straße transportiert“, so Markus Hohensee und bezieht sich dabei auf Zahlen des „Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V.“. Wer Karriere machen möchte, der kann mit Hilfe von Aufstiegsweiterbildungen den Meister für den Kraftverkehr in Angriff nehmen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung besteht die Möglichkeit etwa im Bereich der Logistik oder des Supply-Chain-Managements ein Bachelor-Studium zu absolvieren. So bietet der Beruf des Kraftfahrers je nach persönlichen Vorlieben und Arbeitgeber abwechslungsreiche Möglichkeiten und Chancen für all jene, die gern auf Achse sind.

Die Fahrerlaubnis
Der Lkw-Führerschein kann auch unabhängig von einer Ausbildung erworben werden als Fahrerlaubnis der Klasse C. Unterschieden wird hierbei zwischen verschiedenen C-Lizenzen. So gehören zur Klasse C1 etwa mittelschwere Lkw, deren zulässiges Gesamtgewicht zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen variiert. Über die unterschiedlichen Klassen und notwendigen Voraussetzungen informiert am besten die Fahrschule des Vertrauens. So muss beispielsweise, egal, welche C-Klasse angestrebt wird, ein Pkw-Führerschien der Klasse B vorhanden sein.

Von Michaela Meier