Andrea Krauledat schaut auf das Programm der kommenden Wochen. „Da ist wieder so richtig viel los bei uns“, sagt die Intendantin des Mindener Stadttheaters. Auf große Namen sowie starke und facettenreiche Inszenierungen, Shows und Konzerte darf sich das Publikum freuen. Hier eine Auswahl.

Facettenreich geht es in den kommenden Wochen in der Tonhallenstraße zu. Viele Genres sind auf der Bühne, sodass für jeden Kulturfan etwas dargeboten wird. Der Mindener Eckhard Preuß tritt in „Frankenstein“ am Freitag, 2. November, 20 Uhr, im Stadttheater auf. In der Inszenierung des Kleinen Theaters – Kammerspiele Landshut spielt er an der Seite von Matthias Kupfer in der Inszenierung nach den Motiven von Mary Shelley und frei nach Gil Mehmerts Kultinszenierung von 1993. Eine Bühne, ein Cello, ein Sofa, ein Kleiderständer prägen das Bild auf der Bühne. Fantasievoll changieren die Schauspieler zwischen Slapstick und Monty Python. Es ist ein Festival des schwarzen Humors, heißt es. 1818 erschuf die Schriftstellerin Shelley mit „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ eines der bekanntesten Werke der fantastischen Literatur. Und einen Mythos, der die Popkultur seit 200 Jahren prägt.

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Hintergründiges

„Tabu“ nach dem Roman von Ferdinand von Schirach ist am Samstag, 3. November, um 20 Uhr, zu sehen. Das Altonaer Theater inszeniert das Stück unter der der Regie von Eva Hosemann. Es dreht sich um Sebastian von Eschburg verliert als Kind durch den Selbstmord seines Vaters den Halt. Als Erwachsener widmet er sich der Kunst der Fotografie, mit deren Hilfe er für sich herausfinden möchte, was wahr und was wirklich ist. Stets auf der Suche nach Schönheit, überschreitet er moralische und ästhetische Grenzen. Das macht ihn persönlich angreifbar und zugleich auf dem Kunstmarkt erfolgreich. Es geht um Wahrnehmungswelten, Denkmuster oder um die Definition von Schönheit.

Abba mit Augenzwinkern

Das Konzert „Abba macht glücklich“ ist am Sonntag, 5. November, 20 Uhr, zu hören. Carolin Fortenbachers neues Solo-Projekt widmet sich der schwedischen Supergruppe. Mit ihrem Bühnen- und Lebenspartner Sascha Rotermund an der Gitarre, Pirkko Langer am Cello sowie Achim Rafain am Bass, durchstreift Carolin Fortenbacher ihre ganz persönliche „Mamma Mia!“- Geschichte. Intim und unplugged, aber mit dem richtigen Groove und natürlich einem gehörigen Augenzwinkern.

Der MusikabaretTalk vom WDR

„Schlag auf Schlag“ kommt am Donnerstag, 22. November, um 20 Uhr, nach Minden. Der „MusikabaretTalk“ ist die Radio-Show mit Kabarett, Live-Musik, spannenden Talkrunden, skurrilen O-Tönen und einem atemberaubenden Live-Hörspiel. Es kommt wieder mit diesem satirischen Leckerbissen ins Stadttheater Minden. Gastgeber Axel Naumer begrüßt auch dieses Mal wieder Gäste der unterhaltsamen Extra-Klasse: Axel Hacke – Bestsellerautor, meistgelesener Kolumnist Deutschlands, der „Das Beste aus aller Welt“ nicht nur mit uns teilt, sondern auch immer wieder mit seinem Kühlschrank bespricht. Er liest nicht nur aus seinen neuen Texten, sondern erzählt im Gespräch aus das Beste aus seinem Leben und seiner spannenden Biographie. Chef-Parodistin Antonia von Romatowski schlüpft blitzschnell in die verschiedensten Rollen -gekonnt, pointiert und schonungslos entlarvend. Geräuschemacherin Nina Wurman zaubert dabei noch aus den seltsamsten Utensilien einen überraschenden Sound. Der leidenschaftliche Radiomacher Thomas C. Breuer springt nicht nur gekonnt in die verschiedensten Rollen, sondern ist auch wieder mit einem Ausschnitt aus seinem aktuellen Kabarettprogramm dabei. Feinsten Jazz bietet schließlich das große Schlag-auf-Schlag-Showorchester.

Der „Stichlingspreis“

Und am Samstag, 17. November wird im Rahmen einer Gala der mittlerweile 13. Kabarettpreis vergeben. Die Preisträger für den „Mindener Stichling 2018“ stehen fest. Die Fachjury hat sich für den Kabarettisten Nektarios Vlachopoulos und das Duo aus „Simon & Jan“ entschieden. Beide erhalten den „Stichling“ und das Preisgeld in Höhe von je 4000 Euro (Sponsoren: Unternehmensgruppe Melitta und Sparkasse Minden-Lübbecke). Die Moderation übernimmt Simone Solga. Sie hat im Frühjahr in Mainz den Deutschen Kleinkunstpreis in der Kategorie „Kabarett“ erhalten.

Das komplette Programm des Mindener Stadttheaters und weitere Infos stehen im Internet.

www.stadttheater-minden.de

Schlagwörter kulturmindenstadttheater