Die Wintermonate verliefen in diesem Jahr meist grau und nass, aber inzwischen sorgt die Sonne wieder für sprießendes Grün und wärmere Tage. Wir stimmen uns ganz allmählich auf die wärmere Jahreszeit ein, bringen Gärten, Gartengeräte oder Fahrräder auf Vordermann. Auch das Auto wird frühlingsfit gemacht. Doch wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt für einen Reifenwechsel? Schließlich kann der April noch mit einigen Überraschungen aufwarten.

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Die Regel für die Sommerreifensaison lautet von O bis O, also von Ostern bis Oktober. Wer allerdings genau zu Ostern in den Werkstätten anruft, wird lange warten müssen. Denn meist lassen viele ihre reifen zu dieser Zeit vom Fachmann umziehen. Nur zwei bis drei Wochen später sieht es meist schon ganz anders aus. Dann ist der große Ansturm erstmal vorbei und der Wunschtermin frei. In höher gelegenen Gegenden sollte man vorsichtshalber Ostern auch erst vergehen lassen. Hier kann es schnell nochmal zu einem Wintereinbruch kommen.

Auch gut zu wissen:
Sommer-und Winterräder haben unterschiedliche Härtegrade, deshalb sollten Sommerräder erst ab einer Temperatur von sieben Grad Celsius zum Einsatz kommen. Ab dieser Temperatur hat das Gummi des Reifens genügend Grip auf der Straße. Das ist wichtig für das Fahren in Kurven,

Bremswege und Rutschgefahr bei Regen.
Sollte es durch einen falschen Reifen zu einem Unfall kommen, wird ein Bußgeld fällig. Auch wenn man selber nicht schuld ist. Auch die Versicherung könnte ihre Zahlung verweigern.

Sommer Auto ReifenAuswuchten oder nicht?
Wenn der Wagen komplett neue Räder bekommt, sollten diese vom Fachmann professionell ausgewuchtet werden. Sonst droht eine unregelmäßige Abnutzung und bei höheren Geschwindigkeiten ein vibrierendes Lenkrad. Sind die Räder bereits einmal gefahren worden und die Gewichte noch an Ort und Stelle, bedarf es keiner erneuten Auswuchtung der Räder. Dann kann man auch mit etwas Mühe, Geschick und einem vernünftigem Wagenheber die Räder selber wechseln.

Profiltiefe entscheidet über Sicherheit
Das Gesetz schreibt für den Sommer nur 1,6 Millimeter Profiltiefe vor. Doch wie sicher wenig Gummi bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn ist, kann man sich ja denken. Experten empfehlen deshalb ein Mindestprofil von drei Millimetern, um sich sicher fortbewegen zu können. Denn wem nützt es paar Euro zu sparen und damit das Leben zu riskieren. Ob die Sommerreifen unabhängig von der Profiltiefe reif für den Müll ist, sieht man auch an folgenden Merkmalen: Beschädigungen wie Risse oder Nägel als auch ein porös aussehendes Gummi.
Neue Sommerreifen gibt es in Werkstätten bereits für 50 Euro das Stück, manchmal sogar günstiger. Wer Gebrauchte über das Internet kauft, kann noch mehr Geld sparen. Dann sollte aber auch auf das Herstellungsdatum geachtet werden, denn altes Gummi wird schnell porös und damit ebenfalls unsicher.

Winterräder freuen sich über Reinigung
Nach dem Winter freuen sich die gefahrenen Räder über eine Grundreinigung, besonders Alufelgen. Felgenreiniger wirken hier wahre Wunder: einsprühen, einwirken lassen, abreiben und abspülen. So einfach ist die Reinigung. Selbstverständlich nicht zuhause auf dem Hof, sondern in der Selbstwaschanlage. Man will ja das Grundwasser sauber halten. Danach eignet sich ein Felgenbaum zur Aufbewahrung, entweder zuhause oder bei der Kfz-Werkstatt.

Von Anne Kilzer