Business

„Ohne gute Mitarbeiter läuft nichts“

Heinz Christian Kleinemeier entwickelte den Betrieb seines Vaters zu einem der erfolgreichsten Autohäuser in der Region

Kleinemeier GmbH & Co. KG zu einem der erfolgreichsten Autohäuser in der Region Minden

Autos waren schon immer die große Leidenschaft von Heinz Christian Kleinemeier. Da war es naheliegend, dass er Anfang der Siebzigerjahre in das elterliche Autohaus in Minden-Hahlen einstieg. Unter seiner Führung entwickelte sich die Kleinemeier GmbH & Co. KG zu einem der erfolgreichsten Autohäuser in der Region Minden-Lübbecke. Dabei setzte Heinz Christian Kleinemeier stets auf moderates Wachstum und Kontinuität. „Man kann nur das gut, was man auch gerne macht“, lautet bis heute seine Devise. Für die Aufgaben, die einem nicht hundertprozentig liegen, müsse man sich fähige Mitarbeiter suchen. „In diesem Punkt habe ich sehr viel Glück gehabt“, resümiert er.

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Herr Kleinemeier, Ende der Sechzigerjahre legte ihr Vater mit einer KfZ-Werkstatt, einer Waschanlage und einer Tankstelle den Grundstein für die heutige Kleinemeier GmbH & Co. KG. Kurz nach Ausscheiden des zweiten Geschäftsführers Hermann Hauptmeier sind Sie Anfang der Siebzigerjahre in die Firma eingetreten. War dieser Weg für Sie vorgezeichnet?
Kleinemeier GmbH & Co. KG zu einem der erfolgreichsten Autohäuser in der Region MindenHeinz Christian Kleinemeier: Ja, es war schon ziemlich klar, wohin die Reise geht. Nach der Schule habe ich aber erstmal eine Ausbildung im Maschinenbau absolviert und meinen Wehrdienst geleistet. Anschließend bin ich in den väterlichen Betrieb eingestiegen – da ich mich schon immer für Autos begeistern konnte, fiel mir diese Entscheidung leicht.
Renault war die erste Automarke, die das Autohaus Kleinemeier in sein Angebot aufgenommen hat. Erinnern Sie sich noch, wie das damals ablief?
Heinz Christian Kleinemeier: Heutzutage führen alle Autohersteller aufwendige Standortanalysen durch, bevor ein Autohaus eröffnet wird. Das gab es damals nicht. Die Vertreter von Renault hatten mitbekommen, dass hier in Hahlen ein Autohaus gebaut wird und haben bei meinem Vater angefragt, ob er nicht Interesse an einem Servicevertrag hätte. Kurze Zeit später wurden wir Unterhändler und schließlich dann Haupthändler für das Verkaufsgebiet Minden-Lübbecke. Bis heute sind wir der Marke eng verbunden. Von 1978 bis 2005 haben wir sogar Sportwagenzubehör für Renault entwickelt.
Wenn Sie zurückblicken: Inwiefern hat sich die Branche in den letzten Jahrzehnten verändert?
Heinz Christian Kleinemeier: Früher waren die Planungen der Hersteller auf zehn, 15 oder 20 Jahre ausgelegt. Heute sind diese Zeiträume aufgrund der schnelleren technologischen Entwicklung wesentlich kürzer. Mit diesen veränderten Anforderungen mitzuhalten – das funktioniert nur mit gut ausgebildeten, verlässlichen Mitarbeitern.
Ihr Unternehmen beschäftigt inzwischen rund 50 Mitarbeiter – einige davon schon seit vielen Jahren. Worauf kommt es Ihnen im beruflichen Miteinander an?
Heinz Christian Kleinemeier: Ein Unternehmen unserer Größenordnung lebt nicht von schönen Gebäuden, sondern von guten Mitarbeitern. Ohne sie läuft nichts. Das bedeutet keinesfalls, dass man immer einer Meinung sein muss. Viel wichtiger ist, dass man sich, wenn es drauf ankommt, einig ist und an einem Strang zieht.

Von Stephanie Klusmann