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Mehr Parkplätze am Impfzentrum in Hille

Am Impfzentrum in Hille- Unterlübbe steigen die Impfkapazitäten und der Kreis erweitert die Zahl der provisorischen Stellflächen deutlich.

Als es im Februar am Impfzentrum in Hille-Unterlübbe losging, war die Zahl der Impflinge und die der vorhandenen Parkplätze noch recht überschaubar. Inzwischen ist die Menge der täglichen Impfungen in der Sporthalle deutlich angezogen. Rund 5000 waren es allein an dem dritten Aprilwochenende. Tendenz weiter steigend. Und schrittweise werden die Angebote auch auf die jüngeren Menschen erweitert. Die Konsequenz daraus ist, dass weitere Parkplätze benötigt werden, um den Anreisenden einen möglichst problemlosen und schnellen Weg bis zum Piks zu ebnen. Der Kreis Minden-Lübbecke hatte deshalb schon vor Ostern eine Ackerfläche gegenüber der Sporthalle als eine provisorische Parkfläche ausgewiesen. Weitere sollen dort kommen.

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„Der Kreis Minden-Lübbecke plant in Absprache mit der Bundeswehr eine Erweiterung des Parkplatzes auf dem gegenüberliegenden Acker“, schreibt Florian Hemann von der Pressestelle im April. Schon jetzt kämen dort sogenannte Panzerkekse zum Einsatz, um einen möglichst ebenerdigen und wetterfesten Untergrund zu ermöglichen. Bei Volllastbetrieb im Impfzentrum reiche der Platz jedoch oftmals nicht aus“, schreibt er. Zurzeit warte man auf eine Rückmeldung der Bundeswehr, ob und wann der Kreis weitere Panzerkekse erhalten wird. Mit dem Bau weiterer Parkplätze im Laufe des Mai könnte somit zu rechnen sein. Nach Aussage von mehreren Anwohnern soll der gesamte Acker genutzt werden. Das wäre ein gewaltiger Anstieg. Aktuell schätzt man die Auslastung der Fläche etwa bei einem Drittel.

Einer, der die mittlerweile eingetretene entspannte Parksituation am Impfzentrum sehr gut einschätzen kann, ist Ernst Zahlmann aus Lübbecke. Er selbst wurde im Februar geimpft, seine Frau ist im April an der Reihe. Das Parken sei besser geworden und der Ablauf im Impfzentrum selbst habe schon anfangs sehr gut geklappt. So sehen das auch die Anwohner. Es ist Sonntagnachmittag im April und vergleichsweise ruhig am Impfzentrum, nachdem tags zuvor noch deutlich mehr los war. Andreas Haake spricht von einer entspannten Lage. „Der zusätzliche Parkplatz ist Gold wert“, sagt er. Probleme, mit dem Auto vom Hof zu kommen, habe er inzwischen nicht mehr. Ähnlich äußert sich Marcel Gerfen, der gelegentlich einen Lkw auf seinem Grundstück parken muss. Dann komme er schon mal ins Grübeln, aus welcher Richtung er in dem Moment anfahren soll. Aber grundsätzlich fühle er sich durch das Impfzentrum nicht eingeschränkt. Die meisten Anwohner zeigen weitgehend Verständnis dafür, dass es vor der eigenen Haustür aktuell etwas voller ist. „Das ist zwar ungewohnt, aber es geht ja auch wieder vorbei“, sagt Marcel Gerfen. Auch er lässt durchblicken, dass die Notwendigkeit eines Impfzentrums zurzeit überwiegt und man dafür auch mal zurückstecken muss. „Auch ich hab da kein Problem mit“, sagt Leon Klimak, der die zusätzliche Parkfläche unmittelbar vor der eigenen Haustür hat. Vergangenen Sommer habe er noch auf Mais geschaut, sagt er mit einem Augenzwinkern. Jetzt gucke er eben auf Autos.

Zwar fallen auch kritische Töne und vor allem der Umstand, dass die Besucher ihre Autos im benachbarten Wohngebiet parken, stößt gelegentlich auf. Manche vermissen gelegentlich auch die Höflichkeit. Doch man zeigt weitgehend auch Verständnis für die besondere Situation der Impfzentrum-Besucher. Die Menschen seien in diesen Momenten angespannt und sicherlich auch sehr aufgeregt. Noch ein weiterer Grund wird genannt, warum die Autofahrer mehr oder weniger ungewollt im Wohngebiet landen: die Programmierung der Navis. Diese seien nach Anwohner-Aussage so eingestellt, dass sie über die Feldwege führen – obwohl dort Sackgassen-Schilder stehen. Das sei zum Beispiel dann der Fall, wenn die Leute aus Richtung Lübbecke oder Bad Oeynhausen zum Impfzentrum kommen wollen.