Sport

Kicker an der Stange

Im Dezember 2017 haben wir Euch die Tischfußballer des VfL Bückeburg vorgestellt. Sie feierten 2018 ihre Aufstiege und wollen 2019 noch mehr.

Kicker

Es läuft rund für die Tischfußballer des VfL Bückeburg. Die erste Mannschaft ist in diesem Jahr in die Verbandsliga aufgestiegen, die zweite in die Bezirksliga und es soll weiter hinauf gehen. „Mittelfristig peilen wir die 2. Bundesliga an“, sagt Patrik Kamzcyk. Er ist Sportlicher Leiter der vor drei Jahren gegründeten Sparte und bezeichnet den Weg nach Oben als „durchaus beschwerlich“. Erstens nehme die Leistungsdichte stetig zu, zweitens erlebe Tischfußball einen Boom – und drittens habe der Verband die Aufstiegsregeln verschärft. „Wir werden uns sehr anstrengen müssen.“

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Dass sie das tun werden, erkennt jeder, der die Bückeburger Tischkicker besucht. Der Ehrgeiz liegt im Vereinsheim am Segelflugplatz „Im Gallen 5“ in Porta Westfalica-Kleinenbremen buchstäblich in der Luft. Zwar ist allen der Spaß am Spiel wichtig, doch die sportlichen Ziele haben Kamzcyk und seine Kollegen fest im Blick. Das zeigen schon die Mannschaftsaufstellungen, wenn von Januar bis Oktober die Ligaspiele anstehen. Zwar ist die Mitgliederzahl mit aktuell 28 fast doppelt so groß wie zu Jahresbeginn 2018, doch in die spielstarke erste und zweite Mannschaft kommt man nicht sofort. Über die sportlichen Erfolge soll die Sportart an Außenwirkung gewinnen und weiter nach vorne gebracht werden. „Nur so kann es funktionieren“, sagt Herbert Hoppmann, der vor fünf Jahrzehnten Deutscher Vizemeister im Tischfußball war und in der Tischkicker-Sparte für die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

KickerDamit es weiter voran geht, ist die Unterstützung durch Sponsoren das A und O. „Die findet man nicht, wenn wir alle nur ein bisschen Spaß haben wollen“, sagt Hoppmann. Die Tischfußballer des VfL tun deshalb einiges für die Werbung. Mit der Firma Marktkauf haben sie einen starken Partner und bei Turnieren sind sie auch regelmäßig vertreten. „Ob als Einzelspieler oder in der Mannschaft“, sagt Sparten-Vorsitzender Sascha Engelking.

An den Tischkicker-Tischen im Vereinsheim fliegt das Runde oft ins Eckige. Wer Hoppmann, Kamzcyk und Engelking beim Spielen zusieht, merkt rasch, dass diese Sportart von Taktik und Spielzügen geprägt ist. Mit den Kicker-Tischen, wie es sie in den 1960er und 1970er Jahren in Kneipen gab, hat das nichts zu tun. Neueinsteiger würden schnell Fortschritte machen, sagt Hoppmann. Man müsse aber auch dafür intensiv trainieren. Drei bis vier Mal machen die VfL`ler das pro Woche, um ihrem Bundesligaziel näher zu kommen. „Wir arbeiten hart, aber wir haben auch immer eine Menge Spaß“, sagt Engelking. Sein Blick geht in Richtung Kühlschrank, der hinter der Theke steht und eine Glastür besitzt. Gekühlt werden dort Limo, Cola oder Wasser. Und auch Bier. „Das trinken wir aber immer erst nach dem Training“, sagt Engelking.

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