1966 ist der erste Corolla vom Band gelaufen. 53 Jahre später kommt die mittlerweile zwölfte Modellgeneration auf die Straßen der Welt. Toyotas Klassiker gibt sich in ihr wieder ganz auf Höhe der Zeit und mit einem Blick, der fest in die Zukunft gerichtet ist. Er hat das Zeug zum Hingucker und in unserem Test macht der Klassiker unter den japanischen Autos eine starke Figur. Der Corolla hat das Zeug zum Kult – und sein Name darf in der motorisierten Fahrzeugwelt durchaus zu den Top-Stars gezählt werden.

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Heute im Autotest: Der neue Toyota Corolla Japans Autolegende ist komplett überarbeitet worden. Die Front, das Heck und die seitliche Linienführung lassen ihn zwar als Spross der Toyotaner erkennen, geben ihm aber auch eine ganz eigene Note. Der Corolla ist ein Typ und hat damit das, was auf der Straße ankommt: Er fährt den eigenen Stil, gepaart mit viel Charme und Exklusivität. Nicht gewöhnlich zu sein, aber trotzdem allerhand zu bieten, ist das, was diesen Wagen auszeichnet.

Lautlos setzt sich der Corolla in Bewegung. Er ist ein Hybridfahrzeug, das sowohl elektrisch als auch mit Benzin betrieben wird. So lange es geht, fährt das Auto mit Strom – und dann greift der Ottomotor unterstützend ein. Im Test geschieht das bei etwa Tempo 50, was auf die gesamte Dauer zu einer hervorragende Energiebilanz führt. Obwohl ich überwiegend auf der Langstrecke unterwegs bin, beträgt der Stromanteil rund 25 Prozent. Die Marke Toyota, die ohnehin die Vorreiterrolle auf dem Hybridsektor hat, hat diese Technologie mit dem neuen Corolla erneut weiterentwickelt.

Heute im Autotest: Der neue Toyota Corolla Der Elektromotor lädt sich während der Fahrt wieder auf. 180 PS beträgt die Systemleistung – und der Corolla gibt sich auf der B65 in Richtung Bückeburg enorm agil und durchzugstark. An diesem etwas stürmischen Tag zeigt sich der Japaner kaum windanfällig. Es kommt mir vor, als schlüpfe er durch die Böen. Er liegt fest auf der Straße und der Fahrer hat immer das schöne Gefühl, alles im Griff zu haben. Die Technik ist erwartungsgemäß ausgereift. Das stufenlose Automatikgetriebe übersetzt in die Gänge, ohne dass der Fahrer etwas davon spürt. Bremsen und Lenkung sind top – und die Bedienelemente bequem erreichbar.

Das Instrumentenbrett ist flacher als beim Vorgänger, wirkt aufgeräumter und für ein Hybridauto auch kaum noch futuristisch. Überhaupt ist der Innenraum sehr edel verarbeitet, sodass vom Corolla auch ein hoher Komfort ausgeht. Die sportlich bequemen Sitze bieten fünf Personen hervorragenden Platz – und das Raumangebot lässt sich sehen. Größer geworden ist die Mittelkonsole, die sich insgesamt stärker einfügt. Und was die Sicht betrifft, hat man dank der großen Fenster alles fest im Blick.

Heute im Autotest: Der neue Toyota Corolla Was die aktive und passive Sicherheit betrifft, ist der Corolla ebenfalls ganz vorne. Bereits serienmäßig verfügt die Modellreihe über das Safety-Sense-Sicherheitssystem, mit dem sich beispielsweise Kollisionen im Straßenverkehr verhindern oder zumindest mildern lassen. Zum Paket gehören außerdem der Spurhalteassistent, eine Verkehrszeichenerkennung oder eine adaptive Geschwindigkeitsregelung. Zusammen mit einem Bündel weiterer Systeme wird das Unfallrisiko dadurch erheblich gesenkt.

Der neue Corolla dürfte an die Erfolge seiner elf Vorgänger nahtlos anknüpgen und zugleich Maßstäbe setzen, der die Konkurrenz in der recht hart umkämpften Kompaktklasse beflügeln wird. Der Corolla ist ein Partner für alle Lebenslagen und somit weit mehr als ein Familienauto.

Unser Testfahrzeug: Toyota Corolla 2.0 Hybrid Kombilimousine

Hubraum: 1987 ccm
Leistung Elektro: 109 PS
Leistung Benzin: 153 PS
Systemleistung: 180 PS
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
Beschleunigung: 7,9 Sek. (0 auf 100 km/h)
Verbrauch: 4,5 Liter (100 km, kombiniert)
Antrieb: Automatikgetriebe
Max. Drehmoment Benzin: 190 Nm bei 6000 U/min
Max. Drehmoment Elektro: 202 Nm
Kraftstoff: Super
CO2-Ausstoß: 92 g/km
Schadstoffnorm: Euro 6d-TEMP
Tankinhalt: 50 Liter
Preis Basismodell: ab 20 990 Euro
Preis Testfahrzeug: ab 34 490 Euro (Lounge)

Unser Testfahrzeug ist uns vom Autohaus Nobbe, Porta Westfalica, zur Verfügung gestellt worden.

Von Carsten Korfesmeyer