Kultur

Heiße Vibez: WeLoTi Sound veranstaltet am 20. Juli die „Karibische Nacht“ in Bad Oeynhausen.

Zusammenarbeit mit Rot-Weiß-Rehme

WeLoTi aus Minden und Bad OeynhausenWeLoTi aus Minden und Bad Oeynhausen

Passen Reggae, Dancehall und Ostwestfalen zusammen? Wenn es nach DJ Gordon Shamway und MC Fahda Fuge von WeLoTi Sound geht, ist das definitiv der Fall. Ihre Mission: die Mindenerinnen und Mindener von der ganzen Schönheit ihrer Soundkultur zu überzeugen.

Wie kommt man in Ostwestfalen zum Reggae?
Gordon: Wir waren schon im Reggae aktiv, bevor wir hier in die Region zogen. Grundsätzlich wuchs ich mit Hip-Hop auf. Dank diverser Veranstaltungen kam ich dann mit Leuten in Kontakt, die in dieser Szene unterwegs waren.
Fuge: Früher war ich auch eher Hip-Hop-Hörer. Meine erste Dancehall-Party besuchte ich in einem Gewölbekeller im Osten Deutschlands und war im Anschluss total euphorisiert. Darauf änderte ich meine musikalische Richtung. Inzwischen haben Gordon und ich uns auf Dancehall spezialisiert. Die Leute wollen aber auch Reggae von uns hören. Wir bieten an sich alles aus der Sparte an: Reggae, Dancehall und auch mal ein bisschen Soca. Eben alles, was abgeht.

Unser Style ist zum Partymachen.

Wie habt ihr euch kennengelernt?
Fuge: Ich wurde von Gordons altem Soundsystem für den Papagei gebucht.
Gordon: Unsere Auftritte funktionierten jedes Mal richtig gut. Wir verstanden uns super.
Fuge: Da mein ehemaliger Soundkollege nach Stuttgart zog, brauchte ich einen neuen Partner. Jetzt machen wir das im vierten Jahr zusammen und haben schon einiges erlebt.
Gordon: Minden ist noch frisch für unsere Musik­richtung. Viele kennen nur Hip-Hop, Rock, Pop oder Elektromusik. In Städten der Umgebung sieht das schon anders aus. Aber hier ist halt unsere Hometown.

Hat sich durch den Umzug eurer Partyreihe „Love Di Vibez“ vom Hamburger Hof ins BÜZ groß was verändert?
Fuge: Die Location hier ist schön, und die Leute sind cool. Man muss wie überall zäh sein, wenn man versucht, etwas Neues zu etablieren. In letzter Zeit waren wir viel in anderen Städten unterwegs. Da waren die Läden voll und der Vibe automatisch besser.
Gordon: Wir haben hier ein kleines Publikum, aber das kennt sich aus und hat Bock. Das ist die Hauptsache.

Habt ihr Vorbilder beim Auflegen?
Fuge: Ich halte nicht viel vom Ausdruck „Vorbild“. Man muss als MC sowie als DJ seinen eigenen
Style finden. Wenn man sich mit anderen vergleicht, geht es nicht ins Herzblut über. Man muss sein eigenes Ding durchziehen. Generell finde ich als Musiker David Rodigan mega fett.
Gordon: Aus der Umgebung finde ich Sound
Quake aus Detmold oder Dynablaster aus Bielefeld/Berlin richtig gut. Wir halten untereinander Kontakt. Aber wie Fuge schon sagte: So richtige Vorbilder sollte man sich nicht nehmen.

 

WeLoTi in Aktion
WeLoTi in Aktion

 

Wart ihr schon einmal auf Jamaica?
Gordon + Fuge: Nein.

Noch nicht einmal geplant?
Fuge: Wir haben es schon vor, aber das gestaltet sich schwierig.
Gordon: Ich würde mir dort dann auch gerne Platten kaufen. Allein dafür wäre schon ein gewisses Budget nötig.

Am 20. und 21. Juli steigt eure „Karibische Nacht“ in Bad Oeynhausen. Was erwartet die Besucherinnen und Besucher?
Fuge: Dieses Jahr geht die Veranstaltung zum ersten Mal zwei Tage lang. An beiden Tagen haben wir ab 12 Uhr eine Foodtruck Area. Samstag gibt es ab 17 Uhr Konzerte mit den Künstlern Trauma und Johnny Talker aus Minden. Außerdem sind Ali-Safari, Mr. Jawbone, Manda Bala, Fab Kush, NavigationSystem und natürlich wir dabei.

Am Sonntag wird ab 12 Uhr der Insel-Cup ausgetragen. Das ist ein Fun-Fußball-Turnier.

Wir basteln gerade noch an einer Open Mic Session. Designte Festivalbändchen wird es für eine Spende auch erstmalig geben. Der Eintritt zur „Karibischen Nacht“ ist wie üblich frei. Wir bieten zudem viele Getränke-Specials und eine dicke Chill-Area mit Hängematten etc. an.
Gordon: Für jeden Sinn ist etwas dabei.

Wo tretet ihr noch so auf?
Fuge: Wir stehen ab und zu im Stereo Bielefeld auf der Bühne. Bei „Fab Kush and Friends“ im Parkbad Gütersloh am 13. Juli sind wir dieses Jahr auch dabei. Beim „Stemweder Open Air“ treten wir wie die Jahre zuvor auf. Wir haben noch ein paar Termine in der zweiten Jahreshälfte. Und dann nehmen wir vielleicht noch das ein oder andere Festival mit.

Habt ihr für WeLoTi Pläne für die Zukunft?
Fuge: Bei der „Karibischen Nacht“ habe ich richtig Bock, dass wir irgendwann auf drei Veranstaltungstage kommen. Und wir möchten natürlich unseren Style weiterentwickeln.
Gordon: Mich würde es freuen, wenn wir in Minden den Dancehall und die Soundkultur, die dahintersteckt, weiter etablieren.

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www.facebook.com/weloti

 

Das Interview führte Andrea Williams.