Opa wusste noch was gut ist: Damals, in einer anderen Zeit, bevor ein schwedischer Möbelriese jedes Jahr neue Rekorde aufstellte, wie man mit immer weniger Pappe und Holzspänen immer mehr Möbel zusammenklebt, hat er Maßstäbe gesetzt. Maßstäbe, zu denen heute immer mehr Menschen zurückfinden: Echte Möbel aus echtem Holz. Echte Fußböden aus echtem Holz.

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Holz im HausDer Werkstoff Holz erlebt derzeit eine Renaissance. Zwar wurde das Material in vielen Bereichen des Lebens durch Kunststoffe ersetzt – wegzudenken aus dem Alltag ist es aber bis heute nicht. Und gerade in Zeiten, in denen Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle spielt, bekommt der nachwachsende Rohstoff viele seiner alten Rollen zurück. Und weil die Entwicklung nicht stehen bleibt, gibt es inzwischen sogar Gegenstände aus sogenanntem Flüssigholz, die früher selbstverständlich aus Kunststoff hergestellt wurden. Kann ähnlich verarbeitet werden wie Kunststoff gebracht werden und in unterschiedliche Formen gebracht werden. Derzeit gibt es zum Beispiel Seifenschalen aus dem Material.

Allgegenwärtig ist der Werkstoff in Form von Möbeln. Ob vom schwedischen Möbelriesen oder vom Tischler um die Ecke, Holz ist bei fast jedem Möbel der Ausgangsstoff. Beim Regal aus dem Möbelhaus sind es in der Regel Holzabfälle wie Sägespäne und Sägemehl, die mit Klebstoffen zu Spanplatten gepresst werden. Im inneren sorgt oft Pappe in Wabenstruktur für zusätzliche Stabilität. Furniere, dünne Kunststoff- oder Echtholzschichten werten die Platten optisch auf. Im Bereich Stabilität und Langlebigkeit können diese Platten jedoch meist nicht punkten.
Holz im HausSchöner, stabiler und eine Sache für Generationen sind da meist Echtholzmöbel. Doch die haben ihren Preis, besonders wenn sie vom Tischler kommen. Individuelle Lösungen, das Regal für die Nische, der passgenaue Kleiderschrank für das Schlafzimmer, bieten Möbelhäuser hingegen nicht.
Handgemachte Möbel bieten zudem noch einen weiteren Vorteil: Sie lassen sich in der Regel auf- und umarbeiten. Abgeschliffen und neu lackiert sieht eine alte Kommode schnell aus wie neu. Und mit neuen Türen kann ein alter Schrank schnell wieder modern wirken. Derzeit sehr angesagt ist der sogenannte „Shabby Chic“-Trend, der sich relativ einfach selbst erzeugen lässt: Kreidefarben sind eines der Geheimnisse, die ein normales Möbel schnell zu einem Vintage-Stück werden lassen. Mit Porzellan-Griffen und anderen Details wie Beschlägen wird ein Standardmöbel oder das Fundstück vom Dachboden so zu einem Designobjekt.

Unterschiede gibt es natürlich auch im Bereich der Holzqualität: Holz ist nicht gleich Holz. Während die schnell wachsenden Nadelhölzer meist günstiger sind, sind sie auch weniger stabil. Meist weisen sie viele Astlöcher auf, was zu einer unregelmäßigen Maserung führt. Höherwertige Holzsorten, die oft im Möbelbau Verwendung finden, sind Buche und Eiche. Die Laubbaumarten wachsen wesentlich langsamer und haben im Stammholz nahezu keine Astlöcher. Ihr Holz ist fester und widerstandsfähiger und deshalb auch teurer.

Holz im HausWelche Holzart für welchen Zweck die beste ist, weiß der Tischler. Doch natürlich kommt es hier auch auf den Geschmack an: Soll die Maserung gleichmäßig oder außergewöhnlich aussehen? Welche Farbe soll das Holz haben? Wie stabil muss es sein? Spannende Akzente können auch mit dem meist deutlich teureren Wurzelholz gesetzt werden: Das knorrige Wachstum verleiht dem Holz eine ganz eigene, meist sehr unregelmäßige Maserung. Und auch einige Obstbaumsorten kommen im Möbelbau zum Einsatz – sie versprechen spannende Farbakzente.

Doch Holz finden wir auch an anderen Orten: Obwohl Beläge wie Laminat oder PVC in den letzten Jahren immer bedeutender wurden, kommen sie doch nicht an den guten alten Holzboden heran. Ob als Parkett oder Dielenboden, Holz ist und bleibt gefragt. Denn letztlich kann ein guter Holzboden bares Geld sparen: Sind Laminat und Co. abgewohnt und durchgescheuert, hilft nur noch: Raus damit und neues her. Selbst ein Fertigparkett kann in der Regel bis zu drei Mal abgeschliffen werden – und halten so bei normaler Nutzung ein Leben lang.

Für Massivholzdielen und Vollparkett ist das kein Maßstab: Sie sind so dick, dass sie bei entsprechender Pflege ein Leben lang halten. Ist der Holzboden versiegelt, ist das die Pflegeleichteste Variante. Bei normalem Gebrauch dauert es Jahrzehnte, bis die Schutzschicht erneuert werden muss. Geölte Holzfußböden sollten in regelmäßigen Abständen behandelt werden, um resistent gegen Feuchtigkeit zu bleiben.
Denn die ist der größte Feind des Holzes: Als natürlicher Werkstoff kann Holz Feuchtigkeit speichern und abgeben. Zu viel Feuchtigkeit lässt Holz jedoch aufquellen. Das gilt übrigens auch für Möbel aus Spanplatten. Verschüttete Flüssigkeiten sollten deshalb auf Holzmöbeln und –böden sofort aufgewischt werden.