Auf dem Gipfel des Erfolges
„Bohemian Rhapsodie“ schildert Aufstieg und Fall der Rockgruppe „Queen“

Die 1970 gegründete britische Rockband „Queen“ ist eine der erfolgreichsten Gruppen der Popgeschichte. Ihre Besetzung mit Freddie Mercury, Brian May, Roger Taylor und John Deacon blieb mehr als zwei Jahrzehnte lang unverändert, über 700 Konzerte wurden in 16 Jahren gegeben. Hits wie „Another one bites the Dust“, „We are the Champions“ oder „Radio Ga Ga“ werden auch heute noch regelmäßig im Radio gespielt.
Das Biopic „Bohemian Rhapsody“ von Regisseur Dexter Fletcher schildert 15 Jahre Bandgeschichte von der Formierung im Jahr 1970 bis zum legendären Live-Aid-Konzert 1985 mit mehr als 72.000 Zuschauern: Im Jahr 1970 gründet Freddie Mercury (Rami Malek aus „Mr. Robot“) zusammen mit Brian, Roger und John die Band Queen. Schnell feiern die vier erste Erfolge, schon bald folgt Hit auf Hit. Doch hinter den Kulissen ist nicht alles Gold, was glänzt: Freddie kämpft mit seiner inneren Zerrissenheit und versucht, mit seiner Homosexualität klar zu kommen. Mercury verlässt Queen, um eine Solokarriere zu starten. Schnell erkennt er, dass es ohne seine alten Weggefährten nicht läuft. Obwohl mittlerweile an AIDS erkrankt, gelingt es ihm, die Gruppe noch einmal zusammenzutrommeln und beim Live Aid einen der legendärsten Auftritte der Musikgeschichte hinzulegen…
Gänsehautfeeling und 70er-Jahre-Flair, Erinnerungen an die eigene Jugend und wuchtige Sounds sind die Zutaten dieses spektakulären Musikfilms, der den Auftakt einer Reihe weiterer Rocklegenden-Verfilmungen im Kino ist: Im Mai 2019 startet „Rocketman“ um Elton John und im Jahr darauf soll das Leben von Amy Winehouse auf die große Leinwand kommen.

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Kinotipp für den NovemberAuf der Jagd nach einem Magier
Der Zauberschüler Scaramander kehrt in „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ zurück

Im New York der 1920er Jahre hat der Magiezoologe Newt Scamander ein Lehrbuch über die magische Tierwelt für die Schüler der Zauberschule Hogwarts geschrieben, das noch 70 Jahre später für Harry Potter und seine Mitschüler ein Standardwerk im Lehrplan ist. Eben dieser Newt Scamander brachte den dunklen Magier Gellert Grindelwald (Johnny Depp), der die Ordnung zwischen Magiern und Muggeln für immer zerstören wollte, hinter Gitter. Als Grindelwald die Flucht gelingt, kann ihn nur sein ehemals bester Freund Albus Dumbledore (Jude Law) aufhalten …
Harry Potter-Starautorin J.K. Rowling hat auch für den zweiten Teil des Zauberabenteuers das Drehbuch ge-schrieben, herausgekommen ist erneut ein unterhaltsames Action-Märchen für alle Altersklassen. Hautdarsteller Eddie Redmayne ging übrigens mit Prinz William in eine Klasse des britischen Eaton College und wurde von der englischen Königin mit dem Verdienstorden „Officer of the British Empire“ ausgezeichnet.

Kinotipp für den NovemberAuf den Spuren der Nazis
Die „Operation: Overlord“ wird für einen Spähtrupp zum Alptraum

1944. Kurz vor der Invasion der Alliierten in der Normandie strandet eine amerikanische Spezialeinheit in einem nordfranzösischen Dorf, das von deutschen Truppen besetzt ist. Ihr Auftrag lautet, hinter den feindlichen deut-schen Linien einen Radarturm auszuschalten. Bei den Vorbereitungen des Anschlages machen die Soldaten jedoch eine schreckliche Entdeckung: In den Kellergewölben unter einer Kirche haben die Nazis ein Labor einge-richtet, in dem sie ungeheuerliche okkulte Experimente an Menschen durchführen …
Was stark nach Trash klingt, entpuppt sich unter Produzent J.J. Abrams („Star Wars“, „Star Trek“, „Mission Impossible“) als hochwertig inszenierte Mischung aus Weltkriegsabenteuer und Zombie-Horror. Allzuviel Neues sollte man zwar nicht erwarten, aber die Geschichte wird aufwändig und spannend in Szene gesetzt und hat mit Jovan Adepo („The Leftovers“) und Wyatt Russel („22 Jump Street“) zwei unverbrauchte und gute Nachwuchsdarsteller zu bieten. Großer Pluspunkt sind auch die spektakulären Bilder von Kamerafrau Laurie Rose, welche zunächst das Kriegsgeschehen und später das Nazi-Labor erstklassig ablichtet. Ein ungewöhnlicher Genre-Mix, der keine Gefangenen macht.