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Die größten Fehler bei der Hochzeitsplanung Teil 2

Tipps von Eurer Eventplanerin und Hochzeitsrednerin Melina Hildebrandt

Photo by Andreas Ronningen on Unsplash

„Das hätte ich im Nachgang anders gemacht.“ Diesen Satz werden wahrscheinlich viele ehemalige Brautpaare kennen. Die große Feier ist vorbei, und es gab das eine oder andere, was hätte besser funktionieren können. Die Torte wurde nicht rechtzeitig aus der Kühlung geholt, der DJ hat zum Hochzeitstanz den falschen Song gespielt, das Essen wurde zu knapp kalkuliert, und am Ende war die Hochzeit um einiges teurer, als sich Braut und Bräutigam vorgenommen hatten. Bei kleineren Vorfällen sieht man schmunzelnd drüber hinweg, doch die Vollkatastrophen wünscht sich niemand. Welche Fehler bei der Planung Eurer Hochzeit entstehen können, erfahrt Ihr diesen Monat in Teil 2 dieser Kolumne.

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6) Keine Hilfe annehmen
Vielen fällt das schwer, Aufgaben in die Hände anderer zu legen. Für eine Hochzeit ist es schier unmöglich, alle Aufgaben des Tages, alle Fragen, die einen beschäftigen, und alle Überlegungen, die durchdacht werden sollten, alleine im Überblick zu haben. Habt Vertrauen und verteilt die Aufgaben an Eure Liebsten. Sie freuen sich sicher, Teil Eurer Hochzeit zu sein und mitwirken zu dürfen. Ob es das Dekorieren der Location ist oder die Organisation des Sektempfangs. Gebt ein wenig von der Gedanken- und Aufgabenlast ab. Dann seid Ihr auch befreiter am Tag selbst, wenn Eure Augen nicht auf jedem Detail liegen und Ihr einfach genießen könnt.

7) Seine eigenen Wünsche hintanstellen / Gäste vergessen
Es gibt oft zwei Extreme auf Hochzeiten. Brautpaare, die sich und ihre Bedürfnisse außer Acht lassen um den Gästen jeden Wunsch zu erfüllen. Und es gibt Paare, die für drei Stunden ihre Gäste sich selbst überlassen, um Fotos zu machen. Ein Mittelmaß ist ratsam. Denn jeder auf der Hochzeit sollte von Bedeutung sein. Gönnt Euch Zeit als Paar und genießt ebenso die schönen Stunden mit Euren Gästen, ohne dass dabei jemand zu kurz kommt.

Hochzeitslocation mit gedeckten Tischen
Photo by Freddy G on Unsplash

8) Zu straffer Zeitplan
Ein Hochzeitstag zieht unheimlich schnell an den Paaren vorbei. Das liegt meist auch daran, dass man sich keine Verschnaufpausen gönnt. Highlight für Highlight ist straff getaktet und bietet keinen Spielraum für Eventualitäten. Macht einen Ablaufplan mit all den Punkten des Tages. Wenn es zu viele sind und der Tag in Hektik enden könnte, streicht rigoros alles, was zu Reizüberflutung und Zeitdruck führen kann.

9) Keine Probedurchläufe
Probeessen, Probetisch, Torten Tasting, Probe­styling, Generalprobe des Ablaufs, Tanzschule … nutzt die Gelegenheiten und versichert Euch im Vorfeld, dass alles schmeckt, alles geprobt, ausprobiert und fertig ist. Das gibt Euch ein gutes Gefühl und birgt weniger böse Überraschungen.

10) Event oder Hochzeit?
Oft habe ich das Gefühl, Paaren ist wichtiger, was ihre Gäste von der Hochzeit halten als sie selbst. Vergesst nicht, dass Ihr heiratet, weil Ihr Euch liebt, die Feier Euch widerspiegeln muss und all das, was Euch beide ausmacht. Bleibt bodenständig und ehrlich zu Euch. Eure Hochzeit ist keine Veranstaltung, sondern ein unvergleichlicher und intimer Moment, der ganz Euch beiden gehört.

Zum Schluss bleibt nur zu sagen, seid nicht zu streng mit Euch selbst, denn nichts und niemand ist perfekt. Ihr plant zum ersten und hoffentlich zum letzten Mal Eure Hochzeit, dabei muss nicht alles reibungslos verlaufen. Dieser eine Tag wird trotz kleiner Fauxpas immer einer der schönsten Momente Eurer Beziehung sein. Ob Regen oder Sonne. Ob draußen oder drinnen. Ob mit 100 Gästen oder nur mit 50. Es ist und bleibt Eure Traumhochzeit!

Eine Frau steht auf einer Wiese und lächelt in die Kamera
Eventplanerin Und Hochzeitsrednerin Melina Hildebrandt – Foto Ingo Dammasch Fotografie

Teil 1 findet Ihr in der Dezemberausgabe der news auf unserer Homepage. Was Ihr bedenken müsst, gibt es als Checkliste für Euch zum Download!

Melina Hildebrandt auf Instagram:
@melina_evyevents