Düster und geheimnisvoll – das ist schon der erste Eindruck von diesem faszinierenden Bildband. Das Cover ziert ein Foto des zerstörten Inneren der Beelitz-Heilstätten in der Nähe von Berlin, das dazu einlädt, unbedingt mehr über diesen verlassenen, unheimlichen Ort zu erfahren, der sicher einen wunderbaren Hintergrund für schaurige Krimis abgeben würde. Die Suche nach Lost Places, verlassenen Orten, ist ein verbreitetes Hobby. Sechzig dieser Orte rund um den Erdball sind hier dokumentiert.

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Die zahlreichen, eindrucksvollen Fotos von renommierten Fotografen spiegeln wider, wie sich zum Teil ausgesprochen prunkvolle Gebäude, ganze Stadtteile, kleine Kirchen oder Hütten, unter der Erde, auf hohen Bergen, inmitten von Großstädten verändert haben, nachdem sie von Menschen zunächst erschaffen und dann sich selbst überlassen wurden. Es beginnt mit der schon 663 n. Chr. verlassenen Felsenstadt Petra und reicht bis zur 2009 verlassenen chinesischen Stadt Kangbashi, erschaffen mitten in der mongolischen Wüste. Knappe Texte informieren über die Hintergründe. Beeindruckend!

Cornelia Hoppe

Verlassene Orte von Richard Happer

„Verlassene Orte“ von Richard Happer, Franckh-Kosmos Verlag Stuttgart, 264 Seiten, 28,00 Euro